Hallo! Ich habe hier eine Berichtigung zu schreiben. Nun, nicht wirklich eine Berichtigung (Mann, ich liebe Kursiv. Da kannst du alles so gut ausdrücken haha), sondern viel mehr eine nähere Erläuterung eines so locker hin geworfenen Satzes meines letzten Post.
"Wir sind alle gleich." Klingt gut, nicht wahr? Menschen sind gestorben für diesen Grundsatz, jahrelang gekämpft haben sie, bis dieser so simple Ausdruck zur Kenntnis genommen und ja, im Gesetz endlich verankert worden ist. Auch ich habe ihn zitiert, dieses unumstrittene Fragment der Menschenrechte.
Obwohl ich nicht ganz damit einverstanden bin.
Nein, ich bin nicht der Meinung, dass manche Personen besser oder schlechter sind, und falls ihr das gerade wirklich von mir gedacht habt, dann kennt ihr mich und meine Ansichten wohl gar nicht. Mit der Aussage dieses Satzes stimme ich voll und ganz überein, nur nicht mit dem Ausdruck an sich. Denn wir sind nicht alle gleich. Jeder von uns denkt, fühlt und lebt anders. Die Welt besteht aus Milliarden von Individuen, die sich nie komplett ähneln können. Deswegen führen wir Kriege, deswegen streiten wir uns, deswegen werden wir alle nie einer Meinung sein. Aber das ist wohl okay so. (Nicht ersteres natürlich!)."Wenn zwei Leute das gleiche denken, ist einer der beiden überflüssig." Sie haben ja so Recht, Dr. House alias Hugh Laurie!
Deshalb kann man kaum sagen, dass alle Menschen gleich sind, da man Gleichheit auch anders sehen kann, was dieser anfänglich unzweifelhaften Aussage eine absolut neue Bedeutung verschafft. (Schon klar, natürlich tut das niemand, aber ich bin einfach ein momentan gelangweilter, literarischer Freak, der in allem und jedem einen Grund hat, sich darüber in seinen Blog auszulassen. Merkwürdig, ich weiß.)
Mein Vorschlag? Wir alle sind gleichwertige Individuen. Ist unmissverständlicher. Obwohl es gewisser Maßen krank ist, bei einem atmenden, denkenden, fühlenden Lebewesen von Wert zu sprechen. (Hm, übertreibe ich es mit dem Kursiv Schreiben?). Naja, dieser Gedanke ist mir halt gestern noch gekommen, als ich meinen Post durchgelesen habe. Dass man diesen Grundsatz noch besser ausdrücken kann.
Wie ihr vielleicht bemerkt habt, ist die heutige Überschrift ein Nomen im Plural (ich weiß, genial, nicht?^^), weshalb es folglich noch mehr Behebungen falscher Expressionen geben muss:
Irgendwann (hab vergessen wann), habe ich geschrieben, dass die Chancen, von einem Verlag angenommen zu werden und somit ein Buch zu veröffentlichen, 90:1 stehen. Das ist leider nicht richtig. Ich wollte eigentlich 90.000:1 schreiben, habe aber offensichtlich ein paar Nullen vergessen. (Ja, wir Schreibfanatiker sterben bei dieser Zahl alle kleine Tode, aber sie ist leider wahr.) Die Chancen Autor/in zu werden (da habt ihr euer verdammtes /in!) sind denkbar schlecht. Tja, das Schicksal kann so grausam sein. Warum haben wir uns auch eine so wenig erfolgreiche Leidenschaft ausgesucht?
Für immer die eure...
Muse
Freitag, 29. April 2011
Sonntag, 24. April 2011
Hasse mich. Liebe mich. Aber respektiere mich?
Hallo meine Lieben!
Als ich heute so nach Hause gegangen bin, dachte ich über ein Buch nach - welches ist gerade unwichtig -, in dessen Vorwort der Autor schrieb "Liebe Leser & Leserinnen, ich habe...". Während der warme Frühlingswind so durch meine Haare wehte, die strahlende Sonne auf mich herab schien, überlegte ich, ob das richtig war. Heißt es jetzt "Leser und Leserinnen" oder "Leserinnen und Leser"? Ich glaube letzteres.
Ich weiß, das ist eigentlich unwichtig, aber ich fragte mich, wieso wir alles gendern müssen. Ich fragte mich, ob es einen Unterschied macht, ob man Schüler/in oder Schüler/In sagt. Ich fragte mich, wieso bestimmte Leute den Fokus im Thema Frauenrechte dermaßen falsch anlegen. Natürlich, möglicherweise ist es ein Zeichen von Respekt wenn man "Schülerinnen und Schüler" sagt, nur dass sich für mich persönlich nun zwei Ungereimtheiten ergeben:
1. All die Frauenrechtlerinnen waren so verdammt stolz, als sie dies durchgesetzt haben, aber was bringt das Gendern eigentlich? Werden deswegen etwa weniger Mädchen in Kongo vergewaltigt? Bekommen Frauen nun gleich viel Lohn wie Männer? Werden wir aufgrund der Zuersterwähnung der weiblichen Form eines Nomens jetzt plötzlich nicht mehr diskriminiert? Nein. Nichts hat sich verändert.
Natürlich, die meisten Menschen schreien nach diesem Argument wohl "Ja, das war halt aus Prinzip!" Oh ja, das Prinzip. Welch glanzvolle Entschuldigung. Gibt man nicht "aus Prinzip" nie den Kriegsschauplatz auf, sodass tausende von Soldaten dadurch immer wieder geopfert werden? (Ja, das war eine Anspielung auf den Stalingrad im zweiten Weltkrieg^^). Prinzipien sind wichtig, ja, essentiell sogar, aber manchmal doch recht unverständlich.
Wirklich, ich verstehe diejenigen, die meinen, das Prinzip sei eine gute Rechtfertigung. Das Gendern ist in gewisser Weise sicher ein Schritt in die richtige Richtung, aber eigentlich nur theoretisch. Praktisch werden Frauen immer noch ungerecht behandelt und dann frage ich mich, was sich das eigentlich dann bringt.
2. Wir sind alle gleich. Von diesem Satz gehen wir doch aus, nicht wahr? Wir alle sind Menschen, deshalb sollte auch jeder die gleichen Chancen haben. So weit, so gut (oder utopisch...).
Meine persönliche Meinung: Früher wollten die Frauen einfach nur Gleichberechtigung, weil alle auf ihnen rumgetrampelt sind, sie einen Dreck wert waren und niemand sich um sie geschert hat. Wir brauchten Jahrhunderte um das zu ändern, doch wir haben es erreicht, Gott sei Dank.
Nur heute wollen die Frauen mehr. Mit welchem Grund wird die weibliche Form (Leserinnen und Leser, um bei diesem Beispiel zu bleiben) zuerst genannt? Wenn wir von dem unbestreitbaren Grundsatz ausgehen, dass Männer und Frauen gleich sind, warum dürfen nun Frauen zuerst genannt werden? Warum gibt es einen Frauenlauf und keinen Männerlauf? (Weil man die Frauen in dieser männerdominierten Gesellschaft fördern will, schon klar. Aber würde irgendjemand einen Lauf nur für Männer vorschlagen, würde man in sofort lynchen). Das verstehe ich nicht. In so vielen Punkten wird das weibliche Geschlecht gefördert - was natürlich gut ist - ,aber wäre ich ein Mann würde ich mir manchmal denken: "Okay, wieso macht eigentlich niemand so etwas für uns?".
Feminismus ist eigentlich etwas so Gutes, doch wenn nur mehr diskutiert wird, ob man nun endlich "Leserinnen und Leser" sagen darf, dann wundert es mich nicht, wenn diese Bewegung spöttisch belächelt wird.
Zusammenfassend möchte ich noch sagen: Natürlich, Frauen sollten in der Realität gleich behandelt und es muss noch viel mehr auf diesem Gebiet getan werden, keine Frage. Aber setzt bitte nicht den Fokus dermaßen falsch an. Triumphiert nicht über ein groß geschriebenes "/In", wenn Millionen von Frauen immer noch verschleppt, versklavt und vergewaltigt werden.
Mir ist klar, wie ungewöhnlich meine Weltanschauung ist. Normalerweise sollte ich doch die Erste sein, die "Nieder mit dem patriarchalischem Paradigma!" brüllt (ha, Zitat aus einem meiner Lieblingsbücher "Eine wie Alaska" von John Green) und ich bin ja in gewisser Weise auch feministisch, aber... irgendwie auch nicht.
Ach, falls euch der Titel des Post nicht ganz klar ist: Ihr könnt mich hassen, ihr könnt mich lieben, dass einzige, was ich von euch will, ist Respekt. Solange ich das bekomme, kann mir alles andere egal sein. Denn Respekt ist das Zugeständnis, dass ich gleich viel wert bin wie ihr und genau danach sehnt sich wahrscheinlich jeder Mensch. Nicht besser, nicht schlecht, sondern gleich. Das Fragezeichen am Ende des Satzes, soll verdeutlichen, dass ich mir nicht sicher bin, wie man am besten Respekt zeigt. Indem man /In schreibt, statt /in? Vielleicht.
Für immer die eure
Muse
Als ich heute so nach Hause gegangen bin, dachte ich über ein Buch nach - welches ist gerade unwichtig -, in dessen Vorwort der Autor schrieb "Liebe Leser & Leserinnen, ich habe...". Während der warme Frühlingswind so durch meine Haare wehte, die strahlende Sonne auf mich herab schien, überlegte ich, ob das richtig war. Heißt es jetzt "Leser und Leserinnen" oder "Leserinnen und Leser"? Ich glaube letzteres.
Ich weiß, das ist eigentlich unwichtig, aber ich fragte mich, wieso wir alles gendern müssen. Ich fragte mich, ob es einen Unterschied macht, ob man Schüler/in oder Schüler/In sagt. Ich fragte mich, wieso bestimmte Leute den Fokus im Thema Frauenrechte dermaßen falsch anlegen. Natürlich, möglicherweise ist es ein Zeichen von Respekt wenn man "Schülerinnen und Schüler" sagt, nur dass sich für mich persönlich nun zwei Ungereimtheiten ergeben:
1. All die Frauenrechtlerinnen waren so verdammt stolz, als sie dies durchgesetzt haben, aber was bringt das Gendern eigentlich? Werden deswegen etwa weniger Mädchen in Kongo vergewaltigt? Bekommen Frauen nun gleich viel Lohn wie Männer? Werden wir aufgrund der Zuersterwähnung der weiblichen Form eines Nomens jetzt plötzlich nicht mehr diskriminiert? Nein. Nichts hat sich verändert.
Natürlich, die meisten Menschen schreien nach diesem Argument wohl "Ja, das war halt aus Prinzip!" Oh ja, das Prinzip. Welch glanzvolle Entschuldigung. Gibt man nicht "aus Prinzip" nie den Kriegsschauplatz auf, sodass tausende von Soldaten dadurch immer wieder geopfert werden? (Ja, das war eine Anspielung auf den Stalingrad im zweiten Weltkrieg^^). Prinzipien sind wichtig, ja, essentiell sogar, aber manchmal doch recht unverständlich.
Wirklich, ich verstehe diejenigen, die meinen, das Prinzip sei eine gute Rechtfertigung. Das Gendern ist in gewisser Weise sicher ein Schritt in die richtige Richtung, aber eigentlich nur theoretisch. Praktisch werden Frauen immer noch ungerecht behandelt und dann frage ich mich, was sich das eigentlich dann bringt.
2. Wir sind alle gleich. Von diesem Satz gehen wir doch aus, nicht wahr? Wir alle sind Menschen, deshalb sollte auch jeder die gleichen Chancen haben. So weit, so gut (oder utopisch...).
Meine persönliche Meinung: Früher wollten die Frauen einfach nur Gleichberechtigung, weil alle auf ihnen rumgetrampelt sind, sie einen Dreck wert waren und niemand sich um sie geschert hat. Wir brauchten Jahrhunderte um das zu ändern, doch wir haben es erreicht, Gott sei Dank.
Nur heute wollen die Frauen mehr. Mit welchem Grund wird die weibliche Form (Leserinnen und Leser, um bei diesem Beispiel zu bleiben) zuerst genannt? Wenn wir von dem unbestreitbaren Grundsatz ausgehen, dass Männer und Frauen gleich sind, warum dürfen nun Frauen zuerst genannt werden? Warum gibt es einen Frauenlauf und keinen Männerlauf? (Weil man die Frauen in dieser männerdominierten Gesellschaft fördern will, schon klar. Aber würde irgendjemand einen Lauf nur für Männer vorschlagen, würde man in sofort lynchen). Das verstehe ich nicht. In so vielen Punkten wird das weibliche Geschlecht gefördert - was natürlich gut ist - ,aber wäre ich ein Mann würde ich mir manchmal denken: "Okay, wieso macht eigentlich niemand so etwas für uns?".
Feminismus ist eigentlich etwas so Gutes, doch wenn nur mehr diskutiert wird, ob man nun endlich "Leserinnen und Leser" sagen darf, dann wundert es mich nicht, wenn diese Bewegung spöttisch belächelt wird.
Zusammenfassend möchte ich noch sagen: Natürlich, Frauen sollten in der Realität gleich behandelt und es muss noch viel mehr auf diesem Gebiet getan werden, keine Frage. Aber setzt bitte nicht den Fokus dermaßen falsch an. Triumphiert nicht über ein groß geschriebenes "/In", wenn Millionen von Frauen immer noch verschleppt, versklavt und vergewaltigt werden.
Mir ist klar, wie ungewöhnlich meine Weltanschauung ist. Normalerweise sollte ich doch die Erste sein, die "Nieder mit dem patriarchalischem Paradigma!" brüllt (ha, Zitat aus einem meiner Lieblingsbücher "Eine wie Alaska" von John Green) und ich bin ja in gewisser Weise auch feministisch, aber... irgendwie auch nicht.
Ach, falls euch der Titel des Post nicht ganz klar ist: Ihr könnt mich hassen, ihr könnt mich lieben, dass einzige, was ich von euch will, ist Respekt. Solange ich das bekomme, kann mir alles andere egal sein. Denn Respekt ist das Zugeständnis, dass ich gleich viel wert bin wie ihr und genau danach sehnt sich wahrscheinlich jeder Mensch. Nicht besser, nicht schlecht, sondern gleich. Das Fragezeichen am Ende des Satzes, soll verdeutlichen, dass ich mir nicht sicher bin, wie man am besten Respekt zeigt. Indem man /In schreibt, statt /in? Vielleicht.
Für immer die eure
Muse
Dienstag, 19. April 2011
Einfach nur der Frühling... und sonst nichts.
Hallo. Da meine letzten Posts eher schwierige, philosophische Themen behandelten, dachte ich mir, es wäre doch einmal nett, von etwas Banalem, Alltäglichem & durchaus Leichtem zu schreiben. Quasi eine kleine Pause für unser Gehirn, dem in der Schule sowieso viel zu viel zugemutet wird. Deshalb habe ich den Frühling als meine heutige Inspiration auserkoren. So ein natürlicher, sich jedes Jahr wiederholender Vorgang, kann doch gar nicht kompliziert sein, oder? Nein, auf keinen Fall.
Ich mag eigentlich alle Jahreszeiten, aber der Frühling ist mir - ganz typisch menschlich - die liebste. Es blüht alles auf, beginnt von Neuem, gedeiht von Neuem, bevor es in voller Blüte sprießt, langsam vertrocknet und schließlich in kalter Winterluft verendet. Ich mag es, wenn ich der sommerlichen Temperaturen wegen meine Röcke & kurzen Hosen, meine T-Shirts und Tops hervorholen kann, wenn man die ersten Tage auf der Terrasse mit einem Buch auf den Knien verbringen darf. Solche simplen Sachen machen mich schon glücklich. Eigentlich ganz einfach, oder? Ich frage mich manchmal, warum jeder nach Vollkommenheit, nach Perfektion strebt - ähm lese gerade Hermann Hesses "Siddharta" -, wenn einen die kleinen Dinge schon fröhlich machen können. (Nein, ich habe die Aussage des Buches nicht missverstanden, aber ich musste irgendwie gerade an die Figur Govinda denken, die mir wie ein ewig Suchender vorkam, was mein Gehirn dann auch gleich mit der Vollkommenheit und somit auch mit dem Frühling assoziierte. Seufz. Warum denke ich manchmal so mekrwürdig kompliziert?)
Für mich ist es schwer vorstellbar, in einem Land zu leben, in dem kaum Jahreszeiten existieren. Afrika. Immer nur glühende, dursttreibende Hitze, quälende Sonne... Nein. Oder Sibirien: frierende, Zähne klapppernde Kälte, vermischt mit tauben Fingern und den Massen an Schnee, unter denen du geradezu begraben bist.
Uhh, schreckliche Vorstellung. Ich bin einfach nur froh, wenn ich mich an einem warmen, lichtdurchfluteten Tag in den Garten setzen kann, mit einer Flasche Mineralwasser, meinem Handy und "Siddharta"/"Franny und Zooey". Nichts Tiefergreifendes, nichts unfassbar Schönes. Nur das pure Leben, das einen glücklich macht. Ich glaube fast, dass der Mensch manchmal die Fähigkeit , einfach bloß glücklich zu sein, verliert. Dabei ist es nicht schwierig.
Tut mir Leid, wenn ihr euch einen, von Erkenntnis strotzenden, umwerfend intelligenten Post erwartet habt, wenn ihr dachtet, ich würde euch mit meinen - hin und wieder - seltsamen Ansichtsweisen überhäufen, zuschütten. Doch leider versetzt mich diese blühende Jahreszeit in einer derartig fröhlichen Stimmung, die es mir ganz und gar unmöglich macht, an etwas anderes zu denken. Einfach nur der Frühling... und sonst nichts.
Für immer die eure
Muse
Ich mag eigentlich alle Jahreszeiten, aber der Frühling ist mir - ganz typisch menschlich - die liebste. Es blüht alles auf, beginnt von Neuem, gedeiht von Neuem, bevor es in voller Blüte sprießt, langsam vertrocknet und schließlich in kalter Winterluft verendet. Ich mag es, wenn ich der sommerlichen Temperaturen wegen meine Röcke & kurzen Hosen, meine T-Shirts und Tops hervorholen kann, wenn man die ersten Tage auf der Terrasse mit einem Buch auf den Knien verbringen darf. Solche simplen Sachen machen mich schon glücklich. Eigentlich ganz einfach, oder? Ich frage mich manchmal, warum jeder nach Vollkommenheit, nach Perfektion strebt - ähm lese gerade Hermann Hesses "Siddharta" -, wenn einen die kleinen Dinge schon fröhlich machen können. (Nein, ich habe die Aussage des Buches nicht missverstanden, aber ich musste irgendwie gerade an die Figur Govinda denken, die mir wie ein ewig Suchender vorkam, was mein Gehirn dann auch gleich mit der Vollkommenheit und somit auch mit dem Frühling assoziierte. Seufz. Warum denke ich manchmal so mekrwürdig kompliziert?)
Für mich ist es schwer vorstellbar, in einem Land zu leben, in dem kaum Jahreszeiten existieren. Afrika. Immer nur glühende, dursttreibende Hitze, quälende Sonne... Nein. Oder Sibirien: frierende, Zähne klapppernde Kälte, vermischt mit tauben Fingern und den Massen an Schnee, unter denen du geradezu begraben bist.
Uhh, schreckliche Vorstellung. Ich bin einfach nur froh, wenn ich mich an einem warmen, lichtdurchfluteten Tag in den Garten setzen kann, mit einer Flasche Mineralwasser, meinem Handy und "Siddharta"/"Franny und Zooey". Nichts Tiefergreifendes, nichts unfassbar Schönes. Nur das pure Leben, das einen glücklich macht. Ich glaube fast, dass der Mensch manchmal die Fähigkeit , einfach bloß glücklich zu sein, verliert. Dabei ist es nicht schwierig.
Tut mir Leid, wenn ihr euch einen, von Erkenntnis strotzenden, umwerfend intelligenten Post erwartet habt, wenn ihr dachtet, ich würde euch mit meinen - hin und wieder - seltsamen Ansichtsweisen überhäufen, zuschütten. Doch leider versetzt mich diese blühende Jahreszeit in einer derartig fröhlichen Stimmung, die es mir ganz und gar unmöglich macht, an etwas anderes zu denken. Einfach nur der Frühling... und sonst nichts.
Für immer die eure
Muse
Donnerstag, 31. März 2011
Big brother is watching you...
Hey Leute! Hab gerade eine bemerkenswerte Erhöhung meiner Leser registriert ( 3x mehr als vorher! Na, wer kann das noch behaupten?! xD), was mich irgendwie total gefreut hat. Hm, komisch, ich dachte immer, ich ende als talentlose Bloggerin, deren Einträge höchstens zwei Menschen pro Jahr lesen.
Deshalb ist es - wie ich finde - mal wieder Zeit für einen Post, da ich in den letzten Tag/Wochen *räusper* sehr faul, aber auch beschäftigt war.
Ich lese gerade 1984 von George Orwell - und "Eine wie Alaska" auf Englisch, was übrigens auch ein gutes Buch ist - , da ich absolut süchtig nach Klassikern/Literatur bin. Und mal ehrlich: Wer kennt denn bitte den berühmten Spruch "Big brother is watching you.." nicht?! Eben. Es ist mir zu müßig, euch den gesamten Inhalt zu erklären, aber grob gesagt geht es um die Vorstellung eines totalitären Überwachungssystems im Jahre 1984 (das Buch wurde 1948 geschrieben), in dem niemand persönlich frei ist. Allerdings thematisiert es auch unter anderem, wie leicht die Lüge zur Wahrheit werden kann, was mir besonders gut gefallen hat.
Die Geschichte hat mich, obwohl ich sie noch nicht einmal zu Ende gelesen habe, zum Nachdenken gebracht. Die schon so oft gestellten Fragen beschäftigten mich. Ist der Schutz der Menschen wichtiger als die Privatsphäre des Einzelnen? Darf der Staat seine Bürger total kontrollieren, auch wenn es "für das Land ist"? & schafft man es mit kompletter Überwachung sämtliche Kriminalität auszumerzen? Oder ist der Mensch doch geschickter, bösartiger als gedacht?
Es ist so schwierig eine Antwort zu finden. Einerseits sehnen sich die Leute nach Schutz und Geborgenheit, andererseits wäre mir beispielsweise eine Kamera gegenüber von meinem Haus unangenehm. Vor allem glaube ich nicht, dass mit großzügigem Kameraeinsatz das Problem der Kriminalität gelöst werden kann (ich weiß, in 1984 geht eher um (Rede/Gedanken)-Freiheit, aber Überwachung kommt auch darin vor und meine Gedanken springen so hin und her, dass am Ende mein Text überhaupt nichts mehr mit dem eigentlichen Thema zu tun hat. Tut mir Leid^^). Denn ich bin der Ansicht, dass der Mensch cleverer - und ja, auch schlechter - ist, als manch einer vermutet. Sollte der vermeintlich zivilisierte Homo sapiens ein scheinbar wichtiges Ziel verfolgen, ist ihm jedes Mittel recht, es zu erreichen. Da haltet ihn eine kleine Kamera nicht davon ab. Vielleicht kann sie als Abschreckung dienen, doch wer glaubt, mit "perfekter" Überwachung (sorry wegen der Anführungszeichen, aber es widert mich an, ein so positiv besetztes Adjektiv für die Vernichtung von sämtlicher Privatsphäre zu verwenden) würde es gelingen, die Kriminalität ein für alle mal auszumerzen, der irrt nicht nur , sondern ist auch schrecklich naiv.
"Lügen, die wir glauben, werden zu Wahrheiten, mit denen wir leben", hat einmal ein berühmter Mann gesagt. Auch dieses Thema wird in 1984 erwähnt. Der Protagonist des Buches hat nämlich die Aufgabe falsche Vorhersagen des "Großen Bruders" aus alten Zeitungen zu entfernen und sie richtig zu stellen (d.h sie so zu schreiben, dass es aussieht, als hätte der Große Bruder von Anfang Recht gehabt), damit die Glaubhaftigkeit zu diesem gefestigt wird. Beispielsweise wird im Mai 1983 für die Schuhproduktion eine Steigerung von 140.000 - laut dem Großen Bruder - erwartet. Tatsächlich sind es nur, ach keine Ahnung, 100.000. Also "löscht" der Hauptcharakter jenen Teil der Zeitung und schreibt, der Große Bruder erwartet für 1984 eine Steigerung von 100.000.
Das ist... unglaublich faszinierend. Wenn du eine Lüge verbreitest und sämtliche Gegengbeweise vernichtest, entwickelt sie sich über Generationen hinweg zur Wirklichkeit. Natürlich, streng genommen bleibt sie eine Lüge, doch für die Leute, die davon überzeugt sind, wird sie zur Wahrheit. Und das ist zugleich erschreckend, aber auch interessant. Die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verwischen, verschwimmen geradezu. Du fälscht die Wirklichkeit. Klingt das nicht fantastisch?
Würde ich bespielsweise schreiben, ich liebe reiten (ich hasse es!) und habe deshalb ein eigenes Pferd (haha!), würde es für euch irgendwann - auch wenn ich schon lange nicht mehr blogge - zur Wahrheit werden. (Natürlich, ist es auch eine Glaubenssache, aber wieso solltet ihr mir misstrauen?) Vielleicht hättet ihr euch dann Jahre später an mich zurück erinnert und gelächelt, weil ihr euch ein großes, braunhaariges Mädchen auf einem Pferd vorstellt (oder dickes, blondes , ich weiß nicht, wie ich in euren Gedanken aussehe). Nur, dass ich in Wirklichkeit nie ein Pferd besessen habe. Für euch also wäre es die Wahrheit, für mich eine Lüge.
Versteht ihr, was ich meine? Wir schnappen tausende von Lügen auf, tagtäglich, glauben sie und verbreiten sie gedankenlos weiter. Ohne es zu wissen fälschen wir die Realität für denjenigen, dem wir sie erzählen. Öfters verwechselt auch der ach so kluge Mensch Spekulation mit Wahrheit, was extrem töricht ist, und in dessen Folge auch viele Lügen entstehen. Manchmal geht es nur um Kleinigkeiten, manchmal können die Auswirkungen verheerend sein...Faszinierend.
Wie gesagt, ich habe das Buch noch nicht fertig, weshalb ich mir auch nicht sicher sein kann, dass die oben genannten Gedankenspielereien wirklich zum Roman "1984" passen, aber ich hoffe es zumindest.
Verzeiht mir, wenn ich etwas verwirrt klinge und der komplette Post überhaupt schwachsinniger Mist ist, aber ich habe die letzten Nächte kaum geschlafen und bin deswegen sehr übermüdet. Und komisch. Obwohl, ich habe das Gefühl, so bin ich öfters... :)
Für immer die eure
Muse
Deshalb ist es - wie ich finde - mal wieder Zeit für einen Post, da ich in den letzten Tag/Wochen *räusper* sehr faul, aber auch beschäftigt war.
Ich lese gerade 1984 von George Orwell - und "Eine wie Alaska" auf Englisch, was übrigens auch ein gutes Buch ist - , da ich absolut süchtig nach Klassikern/Literatur bin. Und mal ehrlich: Wer kennt denn bitte den berühmten Spruch "Big brother is watching you.." nicht?! Eben. Es ist mir zu müßig, euch den gesamten Inhalt zu erklären, aber grob gesagt geht es um die Vorstellung eines totalitären Überwachungssystems im Jahre 1984 (das Buch wurde 1948 geschrieben), in dem niemand persönlich frei ist. Allerdings thematisiert es auch unter anderem, wie leicht die Lüge zur Wahrheit werden kann, was mir besonders gut gefallen hat.
Die Geschichte hat mich, obwohl ich sie noch nicht einmal zu Ende gelesen habe, zum Nachdenken gebracht. Die schon so oft gestellten Fragen beschäftigten mich. Ist der Schutz der Menschen wichtiger als die Privatsphäre des Einzelnen? Darf der Staat seine Bürger total kontrollieren, auch wenn es "für das Land ist"? & schafft man es mit kompletter Überwachung sämtliche Kriminalität auszumerzen? Oder ist der Mensch doch geschickter, bösartiger als gedacht?
Es ist so schwierig eine Antwort zu finden. Einerseits sehnen sich die Leute nach Schutz und Geborgenheit, andererseits wäre mir beispielsweise eine Kamera gegenüber von meinem Haus unangenehm. Vor allem glaube ich nicht, dass mit großzügigem Kameraeinsatz das Problem der Kriminalität gelöst werden kann (ich weiß, in 1984 geht eher um (Rede/Gedanken)-Freiheit, aber Überwachung kommt auch darin vor und meine Gedanken springen so hin und her, dass am Ende mein Text überhaupt nichts mehr mit dem eigentlichen Thema zu tun hat. Tut mir Leid^^). Denn ich bin der Ansicht, dass der Mensch cleverer - und ja, auch schlechter - ist, als manch einer vermutet. Sollte der vermeintlich zivilisierte Homo sapiens ein scheinbar wichtiges Ziel verfolgen, ist ihm jedes Mittel recht, es zu erreichen. Da haltet ihn eine kleine Kamera nicht davon ab. Vielleicht kann sie als Abschreckung dienen, doch wer glaubt, mit "perfekter" Überwachung (sorry wegen der Anführungszeichen, aber es widert mich an, ein so positiv besetztes Adjektiv für die Vernichtung von sämtlicher Privatsphäre zu verwenden) würde es gelingen, die Kriminalität ein für alle mal auszumerzen, der irrt nicht nur , sondern ist auch schrecklich naiv.
"Lügen, die wir glauben, werden zu Wahrheiten, mit denen wir leben", hat einmal ein berühmter Mann gesagt. Auch dieses Thema wird in 1984 erwähnt. Der Protagonist des Buches hat nämlich die Aufgabe falsche Vorhersagen des "Großen Bruders" aus alten Zeitungen zu entfernen und sie richtig zu stellen (d.h sie so zu schreiben, dass es aussieht, als hätte der Große Bruder von Anfang Recht gehabt), damit die Glaubhaftigkeit zu diesem gefestigt wird. Beispielsweise wird im Mai 1983 für die Schuhproduktion eine Steigerung von 140.000 - laut dem Großen Bruder - erwartet. Tatsächlich sind es nur, ach keine Ahnung, 100.000. Also "löscht" der Hauptcharakter jenen Teil der Zeitung und schreibt, der Große Bruder erwartet für 1984 eine Steigerung von 100.000.
Das ist... unglaublich faszinierend. Wenn du eine Lüge verbreitest und sämtliche Gegengbeweise vernichtest, entwickelt sie sich über Generationen hinweg zur Wirklichkeit. Natürlich, streng genommen bleibt sie eine Lüge, doch für die Leute, die davon überzeugt sind, wird sie zur Wahrheit. Und das ist zugleich erschreckend, aber auch interessant. Die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verwischen, verschwimmen geradezu. Du fälscht die Wirklichkeit. Klingt das nicht fantastisch?
Würde ich bespielsweise schreiben, ich liebe reiten (ich hasse es!) und habe deshalb ein eigenes Pferd (haha!), würde es für euch irgendwann - auch wenn ich schon lange nicht mehr blogge - zur Wahrheit werden. (Natürlich, ist es auch eine Glaubenssache, aber wieso solltet ihr mir misstrauen?) Vielleicht hättet ihr euch dann Jahre später an mich zurück erinnert und gelächelt, weil ihr euch ein großes, braunhaariges Mädchen auf einem Pferd vorstellt (oder dickes, blondes , ich weiß nicht, wie ich in euren Gedanken aussehe). Nur, dass ich in Wirklichkeit nie ein Pferd besessen habe. Für euch also wäre es die Wahrheit, für mich eine Lüge.
Versteht ihr, was ich meine? Wir schnappen tausende von Lügen auf, tagtäglich, glauben sie und verbreiten sie gedankenlos weiter. Ohne es zu wissen fälschen wir die Realität für denjenigen, dem wir sie erzählen. Öfters verwechselt auch der ach so kluge Mensch Spekulation mit Wahrheit, was extrem töricht ist, und in dessen Folge auch viele Lügen entstehen. Manchmal geht es nur um Kleinigkeiten, manchmal können die Auswirkungen verheerend sein...Faszinierend.
Wie gesagt, ich habe das Buch noch nicht fertig, weshalb ich mir auch nicht sicher sein kann, dass die oben genannten Gedankenspielereien wirklich zum Roman "1984" passen, aber ich hoffe es zumindest.
Verzeiht mir, wenn ich etwas verwirrt klinge und der komplette Post überhaupt schwachsinniger Mist ist, aber ich habe die letzten Nächte kaum geschlafen und bin deswegen sehr übermüdet. Und komisch. Obwohl, ich habe das Gefühl, so bin ich öfters... :)
Für immer die eure
Muse
Samstag, 12. März 2011
We pray for you
Ich weiß, wir denken alle an sie. Die einen nur zaghaft, wenige Sekunden, voller Distanz, die anderen die meiste Zeit über, mit Mitgefühl in den Augen und Sorge in den Gedanken.
Der Mensch ist nicht geschaffen für Katastrophen, natürlich nicht. Sie versetzen uns in Panik, bringen uns dazu unüberlegt zu handeln. Man sagt, Japan sei für diesen Fall, für Erdbeben, eines der am besten ausgerüsteten Länder, doch was nützt das noch, wenn eventuell ein Reaktor explodiert? Das ist vielleicht auch noch eine weitere, schreckliche Eigenschaft der Katastrophe: Diese Unberechenbarkeit. Es kann alles passieren.
Seit ich von dem Erdbeben erfahren habe, ist meine Stimmung merklich schlechter. Ich will nicht behaupten, dass ich weinend vor dem Fernseher sitze und mir zitternd die Nachrichten anschaue, doch irgendwas hat sich verändert. Das Unglück, die Hunderte von Toten, alles in Schutt und Asche.... schwierig, daran nicht zu denken. Sie tun mir so entsetzlich Leid. Die ganze Welt bangt, hofft, trauert.... Facebookseiten voll von "Japan, wir beten für dich".
Merkwürdig, dass der sonst so egoistische Mensch zu einem derartigen Mitgefühl für eigentlich vollkommen "fremde" Leute fähig ist. Das finde ich schön. Wir könnten uns auch umdrehen, die Augen verschließen und dieses Land ignorieren,denn dann wir müssten uns nicht damit beschäftigen. Doch seltsamerweise ist es keinem wirklich egal.
Wie ich hörte, kommt so ein "Superbeben" alle 10 bis 20 Jahre vor und möglicherweise erinnert sich in dieser Zeit auch keiner mehr daran (obwohl ich das nicht glaube). Für mich jedenfalls ist es die beinahe erste Katastrophe (nein, ich habe die Tsunamiwelle & Haiti nicht vergessen, aber bei dem technisierten Japan konnte man alles schreckliche fast live miterleben) und ich bin dementsprechend schockiert.
Ich hoffe wirklich, dass es nicht noch zu weiteren derartigen Schäden kommt, dass das Sterben ein Ende hat.
Vielleicht hilft das nicht viel, aber, Japan, ich bete für dich.^^
Für immer die eure
Muse
Der Mensch ist nicht geschaffen für Katastrophen, natürlich nicht. Sie versetzen uns in Panik, bringen uns dazu unüberlegt zu handeln. Man sagt, Japan sei für diesen Fall, für Erdbeben, eines der am besten ausgerüsteten Länder, doch was nützt das noch, wenn eventuell ein Reaktor explodiert? Das ist vielleicht auch noch eine weitere, schreckliche Eigenschaft der Katastrophe: Diese Unberechenbarkeit. Es kann alles passieren.
Seit ich von dem Erdbeben erfahren habe, ist meine Stimmung merklich schlechter. Ich will nicht behaupten, dass ich weinend vor dem Fernseher sitze und mir zitternd die Nachrichten anschaue, doch irgendwas hat sich verändert. Das Unglück, die Hunderte von Toten, alles in Schutt und Asche.... schwierig, daran nicht zu denken. Sie tun mir so entsetzlich Leid. Die ganze Welt bangt, hofft, trauert.... Facebookseiten voll von "Japan, wir beten für dich".
Merkwürdig, dass der sonst so egoistische Mensch zu einem derartigen Mitgefühl für eigentlich vollkommen "fremde" Leute fähig ist. Das finde ich schön. Wir könnten uns auch umdrehen, die Augen verschließen und dieses Land ignorieren,denn dann wir müssten uns nicht damit beschäftigen. Doch seltsamerweise ist es keinem wirklich egal.
Wie ich hörte, kommt so ein "Superbeben" alle 10 bis 20 Jahre vor und möglicherweise erinnert sich in dieser Zeit auch keiner mehr daran (obwohl ich das nicht glaube). Für mich jedenfalls ist es die beinahe erste Katastrophe (nein, ich habe die Tsunamiwelle & Haiti nicht vergessen, aber bei dem technisierten Japan konnte man alles schreckliche fast live miterleben) und ich bin dementsprechend schockiert.
Ich hoffe wirklich, dass es nicht noch zu weiteren derartigen Schäden kommt, dass das Sterben ein Ende hat.
Vielleicht hilft das nicht viel, aber, Japan, ich bete für dich.^^
Für immer die eure
Muse
Dienstag, 1. März 2011
Die Kunst des Dichtens & meine (zukünftigen) Süchte
"Verschont mich
mit euren Psycho-Etiketten
ich bin nicht schizophrener als andere"
Klingt das nicht traumhaft? Klingt das nicht wunderschön? Natürlich, die unter euch wenig lyrisch Angehauchten (keine Ahnung wie man das schreibt!), werden für diese wenigen Verse kaum Verständnis, geschweige denn Entzückung aufbringen, doch ich finde diese Sätze absolut einzigartig. Ja, wie ihr vielleicht an der Überschrift und meiner unglaublich passenden Einleitung gemerkt habt, dreht sich in diesem Post alles um Gedichte (mehr oder weniger zumindest, man weiß schließlich nie, in welche haarsträubende Richtung ich versehentlich abweiche).
Damit mich nicht eines Tages ein überarbeiteter Anwalt verklagen kann, sollte ich eventuell hier die Quelle der obrigen Sätze angeben: "Crank" von Ellen Hopkins. (Na, habt ihr das alle gelesen?! Jetzt kann mich niemand mehr in 20 Jahren wegen Plagiat auf 5 Millionen verklagen! Ha!) Wirklich gut geschrieben. Und falls ihr euch wundert: Ja, ich kann von den meisten meiner Lieblingssbüchern wenige Sätze auswendig und nein, ich habe nicht zu viel Zeit. Nur ein Problem mit meiner Sucht nach Literatur^^.
Der Roman ist komplett in freien Versen geschrieben, sprich, die Geschichte wird praktisch in "Gedichten" (ungereimt natürlich! Ist ja keine trockene, alte Ballade) erzählt, was eine verdammt fantastische Idee ist. Jede Seite ist ein kleines Kunstwerk, der Roman strotzt nur so von - undurchschaubaren - Metaphern, bei denen man dennoch genau weiß, worum es gerade geht.
Es handelt von einem 17-jähriges Mädchen, das, nachdem sie ihren geschiedenen Vater besucht hat, drogenabhängig wird und eines Tages unter Kokaineinfluss von jemandem vergewaltigt und schwanger wird. (Ich weiß, dieses Buch quillt geradezu vor glückstrunkenen Optimismus über). Die Autorin verarbeitet darin die Erlebnisse ihrer Tochter, was im Vorwort erwähnt ist und ich irgendwie schockierend fand.Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, welche Droge es ist, aber möglicherweise Koks...? Ich war so begeistert von diesen freien Versen, dass ich - ungelogen - dachte: "Wow, ich liebe dieses Buch! Sollte ich jemals von einem Rauschmittel o.ä abhängig werden, dann bitte dieses!" Natürlich erscheint mir das relativ unwahrscheinlich, da die Folgen von Heroin & Co. ziemlich heftig sind (u.a. der Tod), deshalb habe ich das auch nicht vor. Eigentlich hat Ellen Hopkins das genaue Gegenteil (nämlich dass wir uns davon fernhalten sollen) beabsichtigt, aber was kann ich dazu sagen? Ich bin eben komisch. Jedenfalls ist diese Geschichte absolut empfehlenswert und ich hoffe, die Frau kriegt noch einen Preis für das. Verdient hätte sie es.
Gedichte sind schön. Ja, das ist weder neu, noch besonders ausdrucksstark, aber ich wollte mal diese Tatsache erwähnen, da es den meisten (jungen) Menschen offensichtlich nicht mehr bewusst ist. Sie können dich berühren, dir etwas klar machen, ohne es laut auszusprechen. Vielleicht liebe ich das am meisten: Die zahlreichen Metaphern, bei denen dir selbst überlassen ist, wie du sie deutest. Wahrscheinlich sagen deine Sichtweisen, deine Interpretationen davon letzten Endes mehr über dich aus, als über den Dichter selbst. Prosatexte bleiben immer noch meine Leidenschaft, aber die Lyrik deswegen komplett zu ignorieren? Wie unsinnig! Wie eines klugen Schriftstellers unwürdig! (Hm, diese Satzkonstruktion klingt ein wenig altmodisch. Oh mann, ich sollte mehr ausgehen, die Klassiker des 19. Jahrhunderts tun mir irgendwie nicht gut!) Ja, das ist praktisch ein Geständnis: Ich schreibe hin und wieder Gedichte. Wenn es mich gerade überfällt, wenn ein Stift und ein Blatt Papier in greifbarerNähe sind, wenn mein Roman mal einen Tag zum Pausieren braucht. Ihr wollt eins von mir lesen? Ja? (Haha, vermutlich habt ihr gerade "nein" gedacht, aber das ist jetzt egal, ihr kommt trotzdem in den -zweifelhaften- Geuss) Gut, hier habt ihr sogar zwei:
"Spuren im Schnee
kalt, glitzernd
schön
erschaffen für den Moment
gedacht für die Ewigkeit
ein Windstoß
lässt sie halb verschwinden
macht sie kälter
führen ins Nichts
an den Rand einer Klippe
verblassen zaghaft
in ihrer Schönheit
und sind letzten Endes
doch nur eine Illusion"
@Muse 31.12.2010 01:24 (hab das gerade aus einem Forum kopiert, in dem ich das mal online gestellt habe, deswegen das Copyright. & nein ich bin nicht leicht paranoid!)
mit euren Psycho-Etiketten
ich bin nicht schizophrener als andere"
Klingt das nicht traumhaft? Klingt das nicht wunderschön? Natürlich, die unter euch wenig lyrisch Angehauchten (keine Ahnung wie man das schreibt!), werden für diese wenigen Verse kaum Verständnis, geschweige denn Entzückung aufbringen, doch ich finde diese Sätze absolut einzigartig. Ja, wie ihr vielleicht an der Überschrift und meiner unglaublich passenden Einleitung gemerkt habt, dreht sich in diesem Post alles um Gedichte (mehr oder weniger zumindest, man weiß schließlich nie, in welche haarsträubende Richtung ich versehentlich abweiche).
Damit mich nicht eines Tages ein überarbeiteter Anwalt verklagen kann, sollte ich eventuell hier die Quelle der obrigen Sätze angeben: "Crank" von Ellen Hopkins. (Na, habt ihr das alle gelesen?! Jetzt kann mich niemand mehr in 20 Jahren wegen Plagiat auf 5 Millionen verklagen! Ha!) Wirklich gut geschrieben. Und falls ihr euch wundert: Ja, ich kann von den meisten meiner Lieblingssbüchern wenige Sätze auswendig und nein, ich habe nicht zu viel Zeit. Nur ein Problem mit meiner Sucht nach Literatur^^.
Der Roman ist komplett in freien Versen geschrieben, sprich, die Geschichte wird praktisch in "Gedichten" (ungereimt natürlich! Ist ja keine trockene, alte Ballade) erzählt, was eine verdammt fantastische Idee ist. Jede Seite ist ein kleines Kunstwerk, der Roman strotzt nur so von - undurchschaubaren - Metaphern, bei denen man dennoch genau weiß, worum es gerade geht.
Es handelt von einem 17-jähriges Mädchen, das, nachdem sie ihren geschiedenen Vater besucht hat, drogenabhängig wird und eines Tages unter Kokaineinfluss von jemandem vergewaltigt und schwanger wird. (Ich weiß, dieses Buch quillt geradezu vor glückstrunkenen Optimismus über). Die Autorin verarbeitet darin die Erlebnisse ihrer Tochter, was im Vorwort erwähnt ist und ich irgendwie schockierend fand.Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, welche Droge es ist, aber möglicherweise Koks...? Ich war so begeistert von diesen freien Versen, dass ich - ungelogen - dachte: "Wow, ich liebe dieses Buch! Sollte ich jemals von einem Rauschmittel o.ä abhängig werden, dann bitte dieses!" Natürlich erscheint mir das relativ unwahrscheinlich, da die Folgen von Heroin & Co. ziemlich heftig sind (u.a. der Tod), deshalb habe ich das auch nicht vor. Eigentlich hat Ellen Hopkins das genaue Gegenteil (nämlich dass wir uns davon fernhalten sollen) beabsichtigt, aber was kann ich dazu sagen? Ich bin eben komisch. Jedenfalls ist diese Geschichte absolut empfehlenswert und ich hoffe, die Frau kriegt noch einen Preis für das. Verdient hätte sie es.
Gedichte sind schön. Ja, das ist weder neu, noch besonders ausdrucksstark, aber ich wollte mal diese Tatsache erwähnen, da es den meisten (jungen) Menschen offensichtlich nicht mehr bewusst ist. Sie können dich berühren, dir etwas klar machen, ohne es laut auszusprechen. Vielleicht liebe ich das am meisten: Die zahlreichen Metaphern, bei denen dir selbst überlassen ist, wie du sie deutest. Wahrscheinlich sagen deine Sichtweisen, deine Interpretationen davon letzten Endes mehr über dich aus, als über den Dichter selbst. Prosatexte bleiben immer noch meine Leidenschaft, aber die Lyrik deswegen komplett zu ignorieren? Wie unsinnig! Wie eines klugen Schriftstellers unwürdig! (Hm, diese Satzkonstruktion klingt ein wenig altmodisch. Oh mann, ich sollte mehr ausgehen, die Klassiker des 19. Jahrhunderts tun mir irgendwie nicht gut!) Ja, das ist praktisch ein Geständnis: Ich schreibe hin und wieder Gedichte. Wenn es mich gerade überfällt, wenn ein Stift und ein Blatt Papier in greifbarerNähe sind, wenn mein Roman mal einen Tag zum Pausieren braucht. Ihr wollt eins von mir lesen? Ja? (Haha, vermutlich habt ihr gerade "nein" gedacht, aber das ist jetzt egal, ihr kommt trotzdem in den -zweifelhaften- Geuss) Gut, hier habt ihr sogar zwei:
"Spuren im Schnee
kalt, glitzernd
schön
erschaffen für den Moment
gedacht für die Ewigkeit
ein Windstoß
lässt sie halb verschwinden
macht sie kälter
führen ins Nichts
an den Rand einer Klippe
verblassen zaghaft
in ihrer Schönheit
und sind letzten Endes
doch nur eine Illusion"
@Muse 31.12.2010 01:24 (hab das gerade aus einem Forum kopiert, in dem ich das mal online gestellt habe, deswegen das Copyright. & nein ich bin nicht leicht paranoid!)
"hauch mir einen Kuss auf die Wange
vergöttere mich
wozu du erschaffen bist
streich mir über die Lippen
zersaue mein Haar
berühre mein Schlüsselbein
vielleicht doch nur der Wind?
seltsam blass
erscheinst du vor mir
erschöpft in deiner Präsenz
beschütze mich
doch du kannst es nicht
weil du
zu schwach bist?
erkenne
was du wirklich bist
ein Traum?
eine Hoffnung?
entschwebst meinen Augen
für immer hinfort
der Wunsch bleibt unerfüllt
vergöttere mich
wozu du erschaffen bist
streich mir über die Lippen
zersaue mein Haar
berühre mein Schlüsselbein
vielleicht doch nur der Wind?
seltsam blass
erscheinst du vor mir
erschöpft in deiner Präsenz
beschütze mich
doch du kannst es nicht
weil du
zu schwach bist?
erkenne
was du wirklich bist
ein Traum?
eine Hoffnung?
entschwebst meinen Augen
für immer hinfort
der Wunsch bleibt unerfüllt
liebe mich."
© Muse 1.1.2011 18:16
© Muse 1.1.2011 18:16
Fürs erste: Das sind nicht meine besten Gedichte. Die wirklich "guten" enstanden aus Emotionen. Meinen Emotionen. Deshalb werde ich sie nicht ins Internet stellen, wo jeder Idiot sie lesen kann. Diese zwei hier hingegen sind für mich praktisch bedeutungslos. Kurz die Augen geschlossen, Verse schweben durch meinen Kopf und schon sind die Gedichte da, präsent in matten, schwarzen Buchstaben. Ich mag sie, und ich finde sie wirklich nicht schlecht. Ich schreibe jetzt absichtlich keine Interpretation hin, da ich das gerne euch überlassen möchte xD. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr euch ja einmal ein paar Gedanken dazu machen.
Für immer die eure....
Muse
Dienstag, 8. Februar 2011
Liebster Blog-Award
Tahdaaaaa...... *trommelwirbel bitte* der Blog-Award!

• Erstelle einen Post, indem du das Liebster-Blog-Bild postest & die Anleitung reinkopierst ( der Text den du gerade liest).
• Außerdem solltest du zum Blog der Person verlinken, die dir den Award verliehen hat & sie per Kommentar in ihrem Blog informieren, dass du den Award annimmst & ihr den Link deines Award Posts da lassen.
• Danach überlegst du dir 3- 5 Lieblingsblogs, die du ebenfalls in deinem Post verlinkst & die Besitzer jeweils per Kommentarfunktion informierst, dass sieauserwählt wurden und hier ebenfalls den Link des Posts angibst, in dem die Erklärung steht.

Die bezaubernde Bell Carmen (http://bellcarmens.blogspot.com/2011/02/liebster-blog-award.html) hat mir tatsächlich einen - wie ich meine - hübschen Blogaward geschenkt, wofür ich mich ein weiteres Mal bei ihr bedanken muss ;). Ha, wer hätte das gedacht? =)
Da ich leider eine extrem faule Leserin bin, was Blogs anbelangt und ich deshalb nicht einmal einen Bruchteil davon kenne, kann ich ihn nur einer Person weitergeben:
http://dubesiegstmichnicht.blogspot.com/-> Wow, du bist echt... unglaublich xD
Für immer die eure.....
Muse
Die Regeln:
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