Hey meine Kleinen! Na, genießt ihr den Sommer? Ja, ich auch <3.
In letzter Zeit habe ich eher traurige Beiträge gepostet (von äh Krisen, kaputten Systemen... ihr wisst schon. Der ganze Mist halt, der einen echt depressiv machen kann.), weshalb ich mir nun vorgenommen habe, heute von etwas Neutralem zu schreiben. (Obwohl auch mich die Geschehnisse in Norwegen sehr verstören. Aber ich will nicht immer zu daran denken!)
Tagebücher faszinieren mich irgendwie. Sofern sie nicht NUR aus langweiligen Tagesabläufen - die jedoch manchmal auch interessant sein können, wenn sie aus der Norm fallen - bestehen. Momentan lese ich welche von Anne Frank und von Kurt Cobain (ja ich weiß, unterschiedlicher gehts echt nicht mehr!). Ich persönlich habe nie die Disziplin eins zu führen gehabt, weshalb ich Leute die mit Konstanz an einem schreiben (man denke mal nur an Sylvia Plath! Ich könnte nie jeden einzelnen Tag Einträge machen - und das über Jahre hin weg) zutiefst bewundere. Wenn du die Tagebücher anderer Menschen liest, lernst du sie besser als sonst irgendwie kennen. Du tauchst in ihren Alltag, in ihre Gedankenwelt ein... identifizierst dich vielleicht sogar mit ihnen. Dieses Gefühl kann dir keine noch so gute Geschichte vermitteln.
Das Tagebuch der Anne Frank: Traurig? Natürlich ist es das. Das Tagebuch einer jugendlichen Jüdin, die sich im zweiten Weltkrieg mit ihrer Familie in einem Hinterhaus versteckt, jedoch letzten Endes verraten wird und im KZ stirbt, macht einen wahnsinnig bedrückt. Doch ihre Aufzeichnungen sind mehr als das. In der Beschreibung wird sie "eine einzigartige, junge Schriftstellerin" genannt und dies meiner Meinung nach zu recht. Ich habe noch keine Geschichte von ihr gelesen, jedoch merkt man, wenn sie die Geschehnisse im Hinterhaus nach zu erzählen versucht, eindeutig, dass sie eine gewisse Begabung besitzt. Die Beschreibung ihrer Gedanken, ihrer Gefühle, ihres Zorns, ihres Weltschmerzes, ihres Glücks.... all das ist so schön. Manchmal vergisst man auch einfach den späteren Verlauf ihres Lebens (oder zumindest möchte man das). Dann ist sie nur ein Mädchen, das an ihre 1.Liebe denkt, kritisch über sich urteilt oder sich mit der Mutter streitet. Doch sofort rückt wieder ihr Schicksal ins Auge und es bricht einem das Herz, wie sie über die Zukunft schreibt und Journalistin werden will, obwohl man genau weiß, dass sie dies nie erleben wird....
Ich will hier keine Rezession abgeben, ich glaube das könnte ich auch nie, schließlich ist das ein Tagebuch. Aber es ist schön geschrieben, berührend, und es wird nicht umsonst als "Symbol der Grausamkeiten des Holocausts" betitelt.
Kurt Cobain: Ja, wie fange ich da am besten an?
Obwohl er schon seit 17 Jahren tot ist, ist Kurt Cobain immer noch eine Legende. Selbst Leute, die keine Nirvana-Fans sind, kennen den eigenwilligen Künstler.Sein Tagebuch ist auch keins im klassischen Sinne, d.h es ist nicht chronologisch mit Datum versehen. Nein, viel mehr sind es mit Gedankensplittern/Songtexten gefüllte Seiten, die einen verwirrenden Einblick in sein Leben und seine Welt geben.
Ganz ehrlich? Ich vergöttere es. Seine teilweisen unlogischen Gedankengänge, bei denen du vermutest, dass er zu dem Zeitpunkt bekifft war, seine Aufforderung "mit der Maske des Feindes das System zu infiltrieren, um es zu zersetzen", seine einzigartige Sichtweise, seine unglaublichen, kreativen, merkwürdigen Sätze.... das alles macht sein "Tagebuch" besonders. Es ist genau mein Ding: kreativ, künstlerisch, mit einer gewissen Eigenart und einem herzhaften "scheiß auf alle". Der Mensch, der sich mit 27 Jahren den Kopf weggeschossen hat, übt eine unglaubliche Faszination auf mich aus. Und das, obwohl - okay, jetzt kommt das wirklich Schockierende - ich nicht einmal ein richtiger Nirvana-Fan bin. (Puh, jetzt ist es draußen...) Natürlich habe ich 10, 12 Lieder auf meinem IPod und kenne den Text von "smells like teen spirit" beinahe auswendig - was zugegeben nicht sonderlich schwer ist - so oft habe ich es schon gehört, aber richtiger Hardcorefan bin ich nicht.
Weshalb ich auch zuerst unschlüssig dem Kauf des Tagebuchs gegenüber war. ("Mann soll ich es echt nehmen? Oder ist das nur was für wirkliche Fans, die noch immer seinen Tod betrauern? Hm, irgendwie habe ich Hemmungen....immerhin ist das sein Tagebuch! Vielleicht sollten das nur Leute lesen, die Nirvana aus tiefster Seele lieben und nicht irgendwelche verkrachten Literaturfreaks, die den Einblick in die Gedankenwelt eines selbstmörderischen, legendären, kreativen Künstlers faszinierend finden^^") Letzten Endes konnte ich jedoch nicht widerstehen. Und ich bin froh, denn seine Sätze sind wirklich der Wahnsinn und sprühen nur so von kranker Kreativität. Ich habe es noch nicht zu Ende gelesen, aber ich freue mich wirklich darauf. (Seine letzten Worte waren übrigens: "It's better to burn out than to fade away." Wow. Und ja, ich weiß genau, was er meint...)
Zum Schluss noch....
Die Moral: Ich weiß nicht, ich habe mir schon ein paar Gedanken darüber gemacht, ob es moralisch richtig ist, Tagebücher anderer Leute zu lesen. Denn, egal ob sie tot sind oder nicht, es ist immer ein Eindringen in ihre Privatsphäre. Bei Anne Frank ist der Fall klar, immerhin war eine Veröffentlichung irgendwie ja ihr Wunsch, aber bei Kurt Cobain....? Viele böse Zungen behaupten ja, das sei nur Geldmacherei von Courtney Love (=die Witwe). Ich habe keine Ahnung, ob es richtig war, sein Tagebuch zu publizieren.
Naja, es ist schwierig, darüber zu urteilen, wenn man in Wahrheit kaum mit diesem Thema vertraut ist. Vielleicht sollte ich mich mal mit einem richtigen Nirvana-Fan darüber unterhalten.
Für immer die eure
Muse
Sonntag, 31. Juli 2011
Sonntag, 17. Juli 2011
Von Staatspleiten und kaputten Systemen
Ich interessiere mich nicht groß für die Wirtschaft. Diese Branche voller Gier, Erfolg und Kommerz reizt mich kaum und passt so gar nicht zur leichten, individuellen, manchmal so widersprüchlichen Kunst, der ich mich eher verschrieben habe. Dennoch muss ich mich irgendwie mit diesem Sektor beschäftigen, vor allem in letzter Zeit.
Kommt es mir nur so vor, oder spricht seit geraumen Wochen jedermann von Schulden und Bankrotten? Egal ob die USA, die am 2. August vor der Zahlungsunfähigkeit stehen könnte (was, zugegeben, nicht ganz so wahrscheinlich ist), das liebe Italien, das ein milliardenschweres Sparpaket schnüren musste oder Griechenland, das sowieso schon "weg vom Fenster ist", um es mal ganz professionell auszudrücken.... Von den "Sorgenkindern der EU" (Zitat: äh irgendeine Zeitung) wie Spanien, Portugal und Irland will ich gar nicht erst anfangen. Nur China geht es offensichtlich gut, aber dass ist ja bei den unzähligen "Made in China" Schildchen kein Wunder.
Hm, ziemlich interessant mit an zu sehen wie alles zerbricht. Meine Eltern entstammen den Sechzigern, wo alles aufwärts ging, die Leute wohlhabender wurden und es jeder besser hatte, als in den kalten, schrecklichen Kriegsjahren zwei Jahrzehnte zuvor. Wir hingegen wurden in eine Welt hineingeboren in der - okay, wie kann ich das jetzt gut ausdrücken?- irgendwie alles den Bach runter geht. Klar, die Medizin macht Fortschritte, wir haben eine höhere Lebenserwartung, nicht jeder zweite krepiert an Tuberkulose und letzten Endes haben wir auch mehr zu essen, aber ganz ehrlich? Etwas läuft in unserem System falsch. Wieso habe ich ein Kühlschrank voller (wahrscheinlich gen-veränderter) Lebensmittel, während 10 Millionen Menschen (!) dem Hungertod nahe sind? Warum spazieren beängstigend dürre Mädchen den Laufsteg auf und ab, mit Klamotten auf dem Leib, dessen Preis womöglich einer kleiner Wohnung im nahen Osten entspricht? Wie kann es sein, dass die ach so gleichberechtigte USA noch nie eine weibliche Präsidentin hatte? Ich weiß, ich vermiese euch gerade so richtig die Laune, aber angesichts dieser Situation, muss ich meinem Schock irgendwie Luft machen.
Natürlich, das Leben ist schön und ja, es gibt so viele wunderbare Leute, die alles dafür tun, um die Erde ein Stückchen besser zu machen , dennoch, wenn ich wieder mal lese, wie Länder geldgeile Banken "retten", während Millionen Afrikaner einen qualvollen Hungertod sterben, frage ich mich wirklich, in was für einer Welt bin ich gelandet?
Ich weiß nicht, irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir in einem kaputten, kranken System leben, in dem nichts gerecht verteilt ist. Vielleicht bin ich zu zynisch, zu pessimistisch und habe eine merkwürdige Art,alles zu verurteilen, aber.... beunruhigend ist das doch schon ein wenig, oder nicht? Das wirklich frustrierende ist: Ich bezweifle, dass es eine Lösung gibt. Menschen ändern sich beinahe nie. Die Geschichte wiederholt sich immer wieder und zeigt uns, dass wir nur sehr schwer unsere Laster, unsere negativen Charakterzüge verschwinden lassen können. Und wenn sich die Menschen nicht ändern, ändert sich auch nicht das System.
Okay, das hört sich alles ziemlich traurig an. Nicht die tollsten Zukunftsaussichten.
Ein gutes Mittel dagegen? Sich der Kunst - insbesondere der Literatur - widmen. Das beste Beispiel, dass die Menschheit vielleicht nicht vollkommen ist, aber dennoch unglaublich schöne, wunderbare und herzensgute Dinge hervorbringen kann.
Für immer die eure
Muse
Kommt es mir nur so vor, oder spricht seit geraumen Wochen jedermann von Schulden und Bankrotten? Egal ob die USA, die am 2. August vor der Zahlungsunfähigkeit stehen könnte (was, zugegeben, nicht ganz so wahrscheinlich ist), das liebe Italien, das ein milliardenschweres Sparpaket schnüren musste oder Griechenland, das sowieso schon "weg vom Fenster ist", um es mal ganz professionell auszudrücken.... Von den "Sorgenkindern der EU" (Zitat: äh irgendeine Zeitung) wie Spanien, Portugal und Irland will ich gar nicht erst anfangen. Nur China geht es offensichtlich gut, aber dass ist ja bei den unzähligen "Made in China" Schildchen kein Wunder.
Hm, ziemlich interessant mit an zu sehen wie alles zerbricht. Meine Eltern entstammen den Sechzigern, wo alles aufwärts ging, die Leute wohlhabender wurden und es jeder besser hatte, als in den kalten, schrecklichen Kriegsjahren zwei Jahrzehnte zuvor. Wir hingegen wurden in eine Welt hineingeboren in der - okay, wie kann ich das jetzt gut ausdrücken?- irgendwie alles den Bach runter geht. Klar, die Medizin macht Fortschritte, wir haben eine höhere Lebenserwartung, nicht jeder zweite krepiert an Tuberkulose und letzten Endes haben wir auch mehr zu essen, aber ganz ehrlich? Etwas läuft in unserem System falsch. Wieso habe ich ein Kühlschrank voller (wahrscheinlich gen-veränderter) Lebensmittel, während 10 Millionen Menschen (!) dem Hungertod nahe sind? Warum spazieren beängstigend dürre Mädchen den Laufsteg auf und ab, mit Klamotten auf dem Leib, dessen Preis womöglich einer kleiner Wohnung im nahen Osten entspricht? Wie kann es sein, dass die ach so gleichberechtigte USA noch nie eine weibliche Präsidentin hatte? Ich weiß, ich vermiese euch gerade so richtig die Laune, aber angesichts dieser Situation, muss ich meinem Schock irgendwie Luft machen.
Natürlich, das Leben ist schön und ja, es gibt so viele wunderbare Leute, die alles dafür tun, um die Erde ein Stückchen besser zu machen , dennoch, wenn ich wieder mal lese, wie Länder geldgeile Banken "retten", während Millionen Afrikaner einen qualvollen Hungertod sterben, frage ich mich wirklich, in was für einer Welt bin ich gelandet?
Ich weiß nicht, irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir in einem kaputten, kranken System leben, in dem nichts gerecht verteilt ist. Vielleicht bin ich zu zynisch, zu pessimistisch und habe eine merkwürdige Art,alles zu verurteilen, aber.... beunruhigend ist das doch schon ein wenig, oder nicht? Das wirklich frustrierende ist: Ich bezweifle, dass es eine Lösung gibt. Menschen ändern sich beinahe nie. Die Geschichte wiederholt sich immer wieder und zeigt uns, dass wir nur sehr schwer unsere Laster, unsere negativen Charakterzüge verschwinden lassen können. Und wenn sich die Menschen nicht ändern, ändert sich auch nicht das System.
Okay, das hört sich alles ziemlich traurig an. Nicht die tollsten Zukunftsaussichten.
Ein gutes Mittel dagegen? Sich der Kunst - insbesondere der Literatur - widmen. Das beste Beispiel, dass die Menschheit vielleicht nicht vollkommen ist, aber dennoch unglaublich schöne, wunderbare und herzensgute Dinge hervorbringen kann.
Für immer die eure
Muse
Freitag, 1. Juli 2011
Wir nennen ihn Gott, ihr nennt ihn Allah
Hallo! Na meine Lieben, freut ihr euch auf die Sommerferien? Ich auch. Meine blasse Haut lechzt nach ein paar wärmenden Sonnenstrahlen, mein sonniges Gemüt sehnt sich nach reichlichen Stunden am Pool.... Ach, so was ist pures Lebensglück ;).
Aber da meine Zeit - und eure wahrscheinlich auch - eher knapp bemessen ist, will ich diesen Post nicht mit gewöhnlichem Smalltalk füllen, sondern lieber mit meinen Gedanken über Toleranz und Religion. (Obwohl meine geistlichen Ergüssen sicher nicht viel wertvoller für die Gesellschaft sind, als sonstiges Geplauder xD).
Ich bin nicht religiös, wirklich nicht. Eigentlich bin ich ein relativ rationaler Mensch (was es umso merkwürdiger macht, dass ich eine derartige Passion für die absolut nicht erklärbare, unberechenbare Kunst habe). Dennoch beschäftige ich mich ab und zu mit diesem Thema, da es eigentlich allgegenwärtig ist.
So auch heute:
Manchmal frage ich mich wirklich, wieso dermaßen viele Kriege der Religion wegen geführt werden. Warum wir andere Leute ständig von unserem Glauben überzeugen müssen. Schafft es die menschliche Spezies nicht, friedlich neben anderen Kulturen zu leben und deren - für uns vermeintlich eigenartigen - Religionen zu akzeptieren? Letzten Endes, egal wie unterschiedlich der Glaube auch sein mag, gibt es Gemeinsamkeiten. Die berühmte, "goldene Regel" beispielsweise ("Was du nicht willst, dass man dir tut, dass füg auch keinem anderem zu" mal äh sehr grob ausgedrückt). Die ist beinahe überall vertreten.
Die meisten Menschen suchen doch nur einen Halt, eine Sicherung, die verhindert, dass ihr rationales Gehirn geradezu implodiert vor lauter ungelösten Fragen über das Universum. Was passiert mit uns, wenn wir sterben? Welchen Sinn hat das Leben? Wer bin ich eigentlich? Wir alle suchen Antworten und viele finden sie in der Religion.
Vor allem der Tod macht uns Menschen eine Riesenangst, denn Gedanke einfach nicht mehr zu existieren kann einen echt wahnsinnig machen. Und da kommt die Religion zum Einsatz: Dass der Verstorbene - und man selbst vielleicht eines Tages auch - im Paradies weilt, hilft einen den Tod zu verarbeiten.
Ich persönlich bin ja eher der Meinung "Die Menschen glauben nur an ein Leben nach dem Tod, weil sie das Gegenteil davon nicht ertragen können.", aber ich bin mir sicher, dass Unzählige die Liebe zu Gott oder derartiges, "gerettet" hat.
Die goldene Regel, der Umgang mit dem Sterben, die Aussicht auf ein Paradies o.ä. haben doch alle Religionen gemeinsam..... warum schafft man es trotzdem nicht, sich zu arrangieren? Wieso heißt es immer so abwertend "die Moslems", "die Christen", "die Juden"? Ist der Mensch einfach ein verbittertes, kriegssüchtiges Wesen, welches Abweichungen und Unterschiede nur schwer ertragen kann?
Ach, ich weiß, ich verallgemeinere total, aber es gibt einfach entsetztlich intolerante Personen und das fällt mir in letzter Zeit immer mehr auf.
Dabei kann es so leicht sein: Egal wie wir ihn/sie nennnen - Gott, Buddha, Allah, Shiva... -, sie sind für uns etwas Höheres, sie sind vielleicht die Antworten auf Fragen, die wir uns immer gestellt haben. Sie sind der letzte Trost beim Tod und der bestehende Halt, wenn uns die Welt auf dem Kopf fällt (zumindest KÖNNEN sie das sein).
Alle Religionen haben das irgendwie gemeinsam, oder? Das verbindet doch, nicht wahr? Vielleicht führen ja viele Wege ins Paradies und letzten Endes, dürfen wir ihn uns aussuchen. Ganz individuell. Wie wir Menschen halt.
Für immer die eure
Muse
Aber da meine Zeit - und eure wahrscheinlich auch - eher knapp bemessen ist, will ich diesen Post nicht mit gewöhnlichem Smalltalk füllen, sondern lieber mit meinen Gedanken über Toleranz und Religion. (Obwohl meine geistlichen Ergüssen sicher nicht viel wertvoller für die Gesellschaft sind, als sonstiges Geplauder xD).
Ich bin nicht religiös, wirklich nicht. Eigentlich bin ich ein relativ rationaler Mensch (was es umso merkwürdiger macht, dass ich eine derartige Passion für die absolut nicht erklärbare, unberechenbare Kunst habe). Dennoch beschäftige ich mich ab und zu mit diesem Thema, da es eigentlich allgegenwärtig ist.
So auch heute:
Manchmal frage ich mich wirklich, wieso dermaßen viele Kriege der Religion wegen geführt werden. Warum wir andere Leute ständig von unserem Glauben überzeugen müssen. Schafft es die menschliche Spezies nicht, friedlich neben anderen Kulturen zu leben und deren - für uns vermeintlich eigenartigen - Religionen zu akzeptieren? Letzten Endes, egal wie unterschiedlich der Glaube auch sein mag, gibt es Gemeinsamkeiten. Die berühmte, "goldene Regel" beispielsweise ("Was du nicht willst, dass man dir tut, dass füg auch keinem anderem zu" mal äh sehr grob ausgedrückt). Die ist beinahe überall vertreten.
Die meisten Menschen suchen doch nur einen Halt, eine Sicherung, die verhindert, dass ihr rationales Gehirn geradezu implodiert vor lauter ungelösten Fragen über das Universum. Was passiert mit uns, wenn wir sterben? Welchen Sinn hat das Leben? Wer bin ich eigentlich? Wir alle suchen Antworten und viele finden sie in der Religion.
Vor allem der Tod macht uns Menschen eine Riesenangst, denn Gedanke einfach nicht mehr zu existieren kann einen echt wahnsinnig machen. Und da kommt die Religion zum Einsatz: Dass der Verstorbene - und man selbst vielleicht eines Tages auch - im Paradies weilt, hilft einen den Tod zu verarbeiten.
Ich persönlich bin ja eher der Meinung "Die Menschen glauben nur an ein Leben nach dem Tod, weil sie das Gegenteil davon nicht ertragen können.", aber ich bin mir sicher, dass Unzählige die Liebe zu Gott oder derartiges, "gerettet" hat.
Die goldene Regel, der Umgang mit dem Sterben, die Aussicht auf ein Paradies o.ä. haben doch alle Religionen gemeinsam..... warum schafft man es trotzdem nicht, sich zu arrangieren? Wieso heißt es immer so abwertend "die Moslems", "die Christen", "die Juden"? Ist der Mensch einfach ein verbittertes, kriegssüchtiges Wesen, welches Abweichungen und Unterschiede nur schwer ertragen kann?
Ach, ich weiß, ich verallgemeinere total, aber es gibt einfach entsetztlich intolerante Personen und das fällt mir in letzter Zeit immer mehr auf.
Dabei kann es so leicht sein: Egal wie wir ihn/sie nennnen - Gott, Buddha, Allah, Shiva... -, sie sind für uns etwas Höheres, sie sind vielleicht die Antworten auf Fragen, die wir uns immer gestellt haben. Sie sind der letzte Trost beim Tod und der bestehende Halt, wenn uns die Welt auf dem Kopf fällt (zumindest KÖNNEN sie das sein).
Alle Religionen haben das irgendwie gemeinsam, oder? Das verbindet doch, nicht wahr? Vielleicht führen ja viele Wege ins Paradies und letzten Endes, dürfen wir ihn uns aussuchen. Ganz individuell. Wie wir Menschen halt.
Für immer die eure
Muse
Sonntag, 5. Juni 2011
Aphorismen.... & Farben.
Hallo Leute! Ich persönlich finde ja, es gibt unheimlich viele kluge Menschen. Nicht clever, nicht gerissen, nicht im höchsten Maße intelligent, nein, von diesen Adjektiven spreche ich nicht. Ich meine schlichte Klugheit, bestehend aus der gelungenen Mischung weltlicher Erfahrungen, einem ordentlich hohem - aber nicht unglaublich besonderem - IQ, einem Schuss moralischer Wertvorstellungen, Toleranz und Einsehen, kombiniert mit dem, was wir gewöhnlichen Menschen "Weisheit" nennen.
Kluge Leute faszinieren, polarisieren und beeindrucken mit dem Gesagten. Vielleicht mag ich deshalb deren Zitate so gern. Sie sind wie gut geschriebene Bücher in Kurzform. Wieso?
Tolle Geschichten bringen dich immer zum Nachdenken, verschaffen dir eine neue Sichtweise oder eröffnen dir andere Möglichkeiten dein Leben zu betrachten. Sie helfen dir, ein Stück weiter über den Horizont zu blicken, wenn euch die Metapher gefällt.
Und genau das tun Aphorismen auch. Sie können ein Lächeln auf dein Gesicht zaubern, oder dir den berühmt-berüchtigten Aha-Moment geben, in dem dir plötzlich klar wird, dass du dasselbe schon die ganze Zeit gedacht hast, es aber bisher nie derartig ausdrücken konntest.
Hier eine kleine Auswahl diverser Zitate, die ich mir so im Laufe meines Lebens (haha gerade mal 15 Jahre) gemerkt habe (nicht alle sind "klug" oder sprühen nur so von ehrwürdigen Erkenntnissen, aber ich stehe trotzdem auf sie xD):
So, ich könnte euch sicher noch viel mehr Zitate zeigen, doch bevor es unnötig langweilig wird, höre ich lieber auf. Die Mühe, die Quellen hinzuschreiben, habe ich faules Stück mir selbstverständlich nicht gemacht, aber falls ihr es bei bestimmten Worten wissen wollt, googelt es oder fragt mich einfach. Hoffe, es waren ein paar gute für euch dabei xD.
Für immer die eure
Muse
Kluge Leute faszinieren, polarisieren und beeindrucken mit dem Gesagten. Vielleicht mag ich deshalb deren Zitate so gern. Sie sind wie gut geschriebene Bücher in Kurzform. Wieso?
Tolle Geschichten bringen dich immer zum Nachdenken, verschaffen dir eine neue Sichtweise oder eröffnen dir andere Möglichkeiten dein Leben zu betrachten. Sie helfen dir, ein Stück weiter über den Horizont zu blicken, wenn euch die Metapher gefällt.
Und genau das tun Aphorismen auch. Sie können ein Lächeln auf dein Gesicht zaubern, oder dir den berühmt-berüchtigten Aha-Moment geben, in dem dir plötzlich klar wird, dass du dasselbe schon die ganze Zeit gedacht hast, es aber bisher nie derartig ausdrücken konntest.
Hier eine kleine Auswahl diverser Zitate, die ich mir so im Laufe meines Lebens (haha gerade mal 15 Jahre) gemerkt habe (nicht alle sind "klug" oder sprühen nur so von ehrwürdigen Erkenntnissen, aber ich stehe trotzdem auf sie xD):
Licht.... sichtbare Erinnerung an das unsichtbare Licht.
Wie sind wir eigentlich imstande zu leben, ohne dass wir wissen wofür?
Du lebst nur einmal, aber wenn du es richtig machst, dann ist einmal auch genug.
Wer an die Freiheit des menschlichen Willens glaubt, hat nie geliebt und nie gehasst.
Talente finden Lösungen. Genies entdecken Probleme.
Die Menschen glauben an ein Leben nach dem Tod, weil sie das Gegenteil davon nicht ertragen können.
Euer Neid ist meine Anerkennung, euer Hass mein Sieg.
Don't fall in love. Fall off a bridge, it hurts less.
Denk falsch, wenn du willst, aber denk um Gottes Willen selbst!
Arbeite klug, nicht hart.
Die meisten Leute wurden in dem Glauben erzogen, sie wären so gut wie die anderen. Mir hat man immer eingeredet, ich sei besser.
Du kannst zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Oder sie leben lassen und glücklich sein.
Wir gehen mit dieser Welt um, als hätten wir eine zweite im Kofferraum.
Wer A sagt, muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war.
I'm not afraid to die, I just don't want to be there, when it happens.
Wenn du nicht mit Können beeindrucken kannst, dann verwirre mit Schwachsinn.
Mann muss die Welt nicht verstehen, man muss sich bloß darin zurecht finden.
Irren ist menschlich, aber wenn du richtig Mist bauen willst, dann brauchst du einen Computer.
Alle Hoffnungen sind naiv, aber wir leben von ihnen.
Fuck Anorexia. Let's eat cake!
Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
Bombing for peace is like fucking for virginity.
Where's the good in good-bye?
Wer nie lügt, weiß nicht, wann er angelogen wird.
So, ich könnte euch sicher noch viel mehr Zitate zeigen, doch bevor es unnötig langweilig wird, höre ich lieber auf. Die Mühe, die Quellen hinzuschreiben, habe ich faules Stück mir selbstverständlich nicht gemacht, aber falls ihr es bei bestimmten Worten wissen wollt, googelt es oder fragt mich einfach. Hoffe, es waren ein paar gute für euch dabei xD.
Für immer die eure
Muse
Sonntag, 29. Mai 2011
Inspirationslosigkeit von der personifizierten Inspiration. Ha, ironisch.
Hey! Na Leute, wie gehts so? Ich weiß im letzten Monat glänzte ich vor allem durch Abwesenheit, aber nun habe ich mich doch wieder aufgerafft. Es ist nicht so, dass ich keine Zeit gehabt hätte (im Gegensatz zu gewissen anderen habe ich nämlich nicht den Eurovision Songcontest geschaut :P), nein, ich hatte einfach keine Lust. Vielleicht hat mich einfach das "rote Elend" gepackt, um es mit Holly Golightlys Worten auszudrücken^^. Oder mir fehlte die Inspiration. Darauf spielt auch meine Überschrift an ,denn eine Muse, ist ja nun mal eine menschlich gewordene Inspiration.
Ich frage mich, was hat eigentlich die großen Schriftsteller dazu veranlasst ihren Bestseller zu schreiben? War es die Liebe, Verrat oder Tod? Ein einsamer Landstrich? Ein Satz aus einem Buch? Das interessiert mich irgendwie.
Aus welchem Grund kreierte beispielsweise Oscar Wilde eine derartig faszinierende Figur wie Dorian Gray? Wie kam er darauf? Die Quelle der Inspiration ist ein Mysterium, das meist nicht gelüftet wird. Und zudem von Künstler zu Künstler verschieden ist. Um ehrlich zu sein, frage ich mich wie Emily Dickinson über 1700 Gedichte in ihrem Leben geschrieben hat, wenn sie nie außer Landes - vielleicht auch außer der Stadt - war? Wenn ich 24 Stunden am Tag in meinem Zimmer vor mich hin sitzen würde, wäre meine Kreativität, meine Einfälle und wahrscheinlich auch meine Inspiration schon nach kurzer Zeit mehr als erschöpft. Ich meine, zum Schreiben braucht man doch eine gewisse Reife, eine Bandbreite an Erfahrungen, nicht wahr? Wie könnte man denn über die Liebe schreiben, wenn man noch nie einen Kuss auf den Lippen gespürt hat? (Um es mal zuckersüß und dramatisch auszudrücken!). Ich will nicht sagen, dass Emily - ja, ich halte es für angebracht, sie nur mit ihrem Vornamen anzusprechen ;) -, wie eine Nonne gelebt hat, aber es überrascht mich einfach, wie vielfältig ihre Gedichte waren, mit diesem Mangel an weltlichen Erfahrungen. Sie muss eine unglaubliche Fantasie gehabt haben.
Hm, ich schweife schon wieder ab, oder? Naja, wenn man keine Ahnung hat, über was man schreiben soll, bis zu dem Moment, in dem die zierlichen, zu kleinen Finger, das Wort bereits tippen, schweift man wahrscheinlich sehr schnell ab.
Ich persönlich finde es immer schön, wenn die Bücher einen wahren Hintergrund haben, weil somit 1. die Inspirationsquelle geklärt ist & 2. das Leben die Literatur in puncto Zynismus nicht übertreffen kann. Oder anders gesagt, weil die Realität die grausamsten, unglaublichsten, aber auch die rührensten, wunderbarsten Geschichten schreibt.
Hier verweise ich mal wieder auf "Crank" von Ellen Hopkins. Wie ich schon einmal erwähnt habe, geht es in diesem Buch - das komplett in freien Versen geschrieben ist <3 - um ein Mädchen, das von einer Droge abhängig und irgendwann zugedröhnt vergewaltigt wird. Wäre all dies bloß erfunden, würde ich wahrscheinlich denken: "Okay, das Ende war schon etwas übertrieben." Aber da man weiß, dass dies genau ihrer Tochter passiert ist, berührt einen die Geschichte unglaublich.
Oder beispielsweise "Stadt der Diebe" von David Benoiff. Darin geht es um zwei junge Männer, die im belagerten Leningrad zur Zeit des zweiten Weltkrieges ein Dutzend Eier auftreiben müssen, ansonsten werden sie erschossen (o.ä). Auf den ersten 10 Seiten erklärt der Autor, das sei die Geschichte seines Großvaters. Natürlich weiß ich nicht, ob das stimmt, aber es wäre zumindest schlüssig.
Es ist sicher schön, wenn ein Teil deines Lebens die Inspirationsquelle eines anderen ist. Tja, das wars wieder für heute. Weder besonders tiefschürfend, noch übertrieben interessant wahrscheinlich. Allerdings erzählte ich schon in der Überschrift von meiner Inspirationslosigkeit, also beschwert euch nicht! ;)
Für immer die eure
Muse
Ich frage mich, was hat eigentlich die großen Schriftsteller dazu veranlasst ihren Bestseller zu schreiben? War es die Liebe, Verrat oder Tod? Ein einsamer Landstrich? Ein Satz aus einem Buch? Das interessiert mich irgendwie.
Aus welchem Grund kreierte beispielsweise Oscar Wilde eine derartig faszinierende Figur wie Dorian Gray? Wie kam er darauf? Die Quelle der Inspiration ist ein Mysterium, das meist nicht gelüftet wird. Und zudem von Künstler zu Künstler verschieden ist. Um ehrlich zu sein, frage ich mich wie Emily Dickinson über 1700 Gedichte in ihrem Leben geschrieben hat, wenn sie nie außer Landes - vielleicht auch außer der Stadt - war? Wenn ich 24 Stunden am Tag in meinem Zimmer vor mich hin sitzen würde, wäre meine Kreativität, meine Einfälle und wahrscheinlich auch meine Inspiration schon nach kurzer Zeit mehr als erschöpft. Ich meine, zum Schreiben braucht man doch eine gewisse Reife, eine Bandbreite an Erfahrungen, nicht wahr? Wie könnte man denn über die Liebe schreiben, wenn man noch nie einen Kuss auf den Lippen gespürt hat? (Um es mal zuckersüß und dramatisch auszudrücken!). Ich will nicht sagen, dass Emily - ja, ich halte es für angebracht, sie nur mit ihrem Vornamen anzusprechen ;) -, wie eine Nonne gelebt hat, aber es überrascht mich einfach, wie vielfältig ihre Gedichte waren, mit diesem Mangel an weltlichen Erfahrungen. Sie muss eine unglaubliche Fantasie gehabt haben.
Hm, ich schweife schon wieder ab, oder? Naja, wenn man keine Ahnung hat, über was man schreiben soll, bis zu dem Moment, in dem die zierlichen, zu kleinen Finger, das Wort bereits tippen, schweift man wahrscheinlich sehr schnell ab.
Ich persönlich finde es immer schön, wenn die Bücher einen wahren Hintergrund haben, weil somit 1. die Inspirationsquelle geklärt ist & 2. das Leben die Literatur in puncto Zynismus nicht übertreffen kann. Oder anders gesagt, weil die Realität die grausamsten, unglaublichsten, aber auch die rührensten, wunderbarsten Geschichten schreibt.
Hier verweise ich mal wieder auf "Crank" von Ellen Hopkins. Wie ich schon einmal erwähnt habe, geht es in diesem Buch - das komplett in freien Versen geschrieben ist <3 - um ein Mädchen, das von einer Droge abhängig und irgendwann zugedröhnt vergewaltigt wird. Wäre all dies bloß erfunden, würde ich wahrscheinlich denken: "Okay, das Ende war schon etwas übertrieben." Aber da man weiß, dass dies genau ihrer Tochter passiert ist, berührt einen die Geschichte unglaublich.
Oder beispielsweise "Stadt der Diebe" von David Benoiff. Darin geht es um zwei junge Männer, die im belagerten Leningrad zur Zeit des zweiten Weltkrieges ein Dutzend Eier auftreiben müssen, ansonsten werden sie erschossen (o.ä). Auf den ersten 10 Seiten erklärt der Autor, das sei die Geschichte seines Großvaters. Natürlich weiß ich nicht, ob das stimmt, aber es wäre zumindest schlüssig.
Es ist sicher schön, wenn ein Teil deines Lebens die Inspirationsquelle eines anderen ist. Tja, das wars wieder für heute. Weder besonders tiefschürfend, noch übertrieben interessant wahrscheinlich. Allerdings erzählte ich schon in der Überschrift von meiner Inspirationslosigkeit, also beschwert euch nicht! ;)
Für immer die eure
Muse
Freitag, 29. April 2011
Berichtigungen
Hallo! Ich habe hier eine Berichtigung zu schreiben. Nun, nicht wirklich eine Berichtigung (Mann, ich liebe Kursiv. Da kannst du alles so gut ausdrücken haha), sondern viel mehr eine nähere Erläuterung eines so locker hin geworfenen Satzes meines letzten Post.
"Wir sind alle gleich." Klingt gut, nicht wahr? Menschen sind gestorben für diesen Grundsatz, jahrelang gekämpft haben sie, bis dieser so simple Ausdruck zur Kenntnis genommen und ja, im Gesetz endlich verankert worden ist. Auch ich habe ihn zitiert, dieses unumstrittene Fragment der Menschenrechte.
Obwohl ich nicht ganz damit einverstanden bin.
Nein, ich bin nicht der Meinung, dass manche Personen besser oder schlechter sind, und falls ihr das gerade wirklich von mir gedacht habt, dann kennt ihr mich und meine Ansichten wohl gar nicht. Mit der Aussage dieses Satzes stimme ich voll und ganz überein, nur nicht mit dem Ausdruck an sich. Denn wir sind nicht alle gleich. Jeder von uns denkt, fühlt und lebt anders. Die Welt besteht aus Milliarden von Individuen, die sich nie komplett ähneln können. Deswegen führen wir Kriege, deswegen streiten wir uns, deswegen werden wir alle nie einer Meinung sein. Aber das ist wohl okay so. (Nicht ersteres natürlich!)."Wenn zwei Leute das gleiche denken, ist einer der beiden überflüssig." Sie haben ja so Recht, Dr. House alias Hugh Laurie!
Deshalb kann man kaum sagen, dass alle Menschen gleich sind, da man Gleichheit auch anders sehen kann, was dieser anfänglich unzweifelhaften Aussage eine absolut neue Bedeutung verschafft. (Schon klar, natürlich tut das niemand, aber ich bin einfach ein momentan gelangweilter, literarischer Freak, der in allem und jedem einen Grund hat, sich darüber in seinen Blog auszulassen. Merkwürdig, ich weiß.)
Mein Vorschlag? Wir alle sind gleichwertige Individuen. Ist unmissverständlicher. Obwohl es gewisser Maßen krank ist, bei einem atmenden, denkenden, fühlenden Lebewesen von Wert zu sprechen. (Hm, übertreibe ich es mit dem Kursiv Schreiben?). Naja, dieser Gedanke ist mir halt gestern noch gekommen, als ich meinen Post durchgelesen habe. Dass man diesen Grundsatz noch besser ausdrücken kann.
Wie ihr vielleicht bemerkt habt, ist die heutige Überschrift ein Nomen im Plural (ich weiß, genial, nicht?^^), weshalb es folglich noch mehr Behebungen falscher Expressionen geben muss:
Irgendwann (hab vergessen wann), habe ich geschrieben, dass die Chancen, von einem Verlag angenommen zu werden und somit ein Buch zu veröffentlichen, 90:1 stehen. Das ist leider nicht richtig. Ich wollte eigentlich 90.000:1 schreiben, habe aber offensichtlich ein paar Nullen vergessen. (Ja, wir Schreibfanatiker sterben bei dieser Zahl alle kleine Tode, aber sie ist leider wahr.) Die Chancen Autor/in zu werden (da habt ihr euer verdammtes /in!) sind denkbar schlecht. Tja, das Schicksal kann so grausam sein. Warum haben wir uns auch eine so wenig erfolgreiche Leidenschaft ausgesucht?
Für immer die eure...
Muse
"Wir sind alle gleich." Klingt gut, nicht wahr? Menschen sind gestorben für diesen Grundsatz, jahrelang gekämpft haben sie, bis dieser so simple Ausdruck zur Kenntnis genommen und ja, im Gesetz endlich verankert worden ist. Auch ich habe ihn zitiert, dieses unumstrittene Fragment der Menschenrechte.
Obwohl ich nicht ganz damit einverstanden bin.
Nein, ich bin nicht der Meinung, dass manche Personen besser oder schlechter sind, und falls ihr das gerade wirklich von mir gedacht habt, dann kennt ihr mich und meine Ansichten wohl gar nicht. Mit der Aussage dieses Satzes stimme ich voll und ganz überein, nur nicht mit dem Ausdruck an sich. Denn wir sind nicht alle gleich. Jeder von uns denkt, fühlt und lebt anders. Die Welt besteht aus Milliarden von Individuen, die sich nie komplett ähneln können. Deswegen führen wir Kriege, deswegen streiten wir uns, deswegen werden wir alle nie einer Meinung sein. Aber das ist wohl okay so. (Nicht ersteres natürlich!)."Wenn zwei Leute das gleiche denken, ist einer der beiden überflüssig." Sie haben ja so Recht, Dr. House alias Hugh Laurie!
Deshalb kann man kaum sagen, dass alle Menschen gleich sind, da man Gleichheit auch anders sehen kann, was dieser anfänglich unzweifelhaften Aussage eine absolut neue Bedeutung verschafft. (Schon klar, natürlich tut das niemand, aber ich bin einfach ein momentan gelangweilter, literarischer Freak, der in allem und jedem einen Grund hat, sich darüber in seinen Blog auszulassen. Merkwürdig, ich weiß.)
Mein Vorschlag? Wir alle sind gleichwertige Individuen. Ist unmissverständlicher. Obwohl es gewisser Maßen krank ist, bei einem atmenden, denkenden, fühlenden Lebewesen von Wert zu sprechen. (Hm, übertreibe ich es mit dem Kursiv Schreiben?). Naja, dieser Gedanke ist mir halt gestern noch gekommen, als ich meinen Post durchgelesen habe. Dass man diesen Grundsatz noch besser ausdrücken kann.
Wie ihr vielleicht bemerkt habt, ist die heutige Überschrift ein Nomen im Plural (ich weiß, genial, nicht?^^), weshalb es folglich noch mehr Behebungen falscher Expressionen geben muss:
Irgendwann (hab vergessen wann), habe ich geschrieben, dass die Chancen, von einem Verlag angenommen zu werden und somit ein Buch zu veröffentlichen, 90:1 stehen. Das ist leider nicht richtig. Ich wollte eigentlich 90.000:1 schreiben, habe aber offensichtlich ein paar Nullen vergessen. (Ja, wir Schreibfanatiker sterben bei dieser Zahl alle kleine Tode, aber sie ist leider wahr.) Die Chancen Autor/in zu werden (da habt ihr euer verdammtes /in!) sind denkbar schlecht. Tja, das Schicksal kann so grausam sein. Warum haben wir uns auch eine so wenig erfolgreiche Leidenschaft ausgesucht?
Für immer die eure...
Muse
Sonntag, 24. April 2011
Hasse mich. Liebe mich. Aber respektiere mich?
Hallo meine Lieben!
Als ich heute so nach Hause gegangen bin, dachte ich über ein Buch nach - welches ist gerade unwichtig -, in dessen Vorwort der Autor schrieb "Liebe Leser & Leserinnen, ich habe...". Während der warme Frühlingswind so durch meine Haare wehte, die strahlende Sonne auf mich herab schien, überlegte ich, ob das richtig war. Heißt es jetzt "Leser und Leserinnen" oder "Leserinnen und Leser"? Ich glaube letzteres.
Ich weiß, das ist eigentlich unwichtig, aber ich fragte mich, wieso wir alles gendern müssen. Ich fragte mich, ob es einen Unterschied macht, ob man Schüler/in oder Schüler/In sagt. Ich fragte mich, wieso bestimmte Leute den Fokus im Thema Frauenrechte dermaßen falsch anlegen. Natürlich, möglicherweise ist es ein Zeichen von Respekt wenn man "Schülerinnen und Schüler" sagt, nur dass sich für mich persönlich nun zwei Ungereimtheiten ergeben:
1. All die Frauenrechtlerinnen waren so verdammt stolz, als sie dies durchgesetzt haben, aber was bringt das Gendern eigentlich? Werden deswegen etwa weniger Mädchen in Kongo vergewaltigt? Bekommen Frauen nun gleich viel Lohn wie Männer? Werden wir aufgrund der Zuersterwähnung der weiblichen Form eines Nomens jetzt plötzlich nicht mehr diskriminiert? Nein. Nichts hat sich verändert.
Natürlich, die meisten Menschen schreien nach diesem Argument wohl "Ja, das war halt aus Prinzip!" Oh ja, das Prinzip. Welch glanzvolle Entschuldigung. Gibt man nicht "aus Prinzip" nie den Kriegsschauplatz auf, sodass tausende von Soldaten dadurch immer wieder geopfert werden? (Ja, das war eine Anspielung auf den Stalingrad im zweiten Weltkrieg^^). Prinzipien sind wichtig, ja, essentiell sogar, aber manchmal doch recht unverständlich.
Wirklich, ich verstehe diejenigen, die meinen, das Prinzip sei eine gute Rechtfertigung. Das Gendern ist in gewisser Weise sicher ein Schritt in die richtige Richtung, aber eigentlich nur theoretisch. Praktisch werden Frauen immer noch ungerecht behandelt und dann frage ich mich, was sich das eigentlich dann bringt.
2. Wir sind alle gleich. Von diesem Satz gehen wir doch aus, nicht wahr? Wir alle sind Menschen, deshalb sollte auch jeder die gleichen Chancen haben. So weit, so gut (oder utopisch...).
Meine persönliche Meinung: Früher wollten die Frauen einfach nur Gleichberechtigung, weil alle auf ihnen rumgetrampelt sind, sie einen Dreck wert waren und niemand sich um sie geschert hat. Wir brauchten Jahrhunderte um das zu ändern, doch wir haben es erreicht, Gott sei Dank.
Nur heute wollen die Frauen mehr. Mit welchem Grund wird die weibliche Form (Leserinnen und Leser, um bei diesem Beispiel zu bleiben) zuerst genannt? Wenn wir von dem unbestreitbaren Grundsatz ausgehen, dass Männer und Frauen gleich sind, warum dürfen nun Frauen zuerst genannt werden? Warum gibt es einen Frauenlauf und keinen Männerlauf? (Weil man die Frauen in dieser männerdominierten Gesellschaft fördern will, schon klar. Aber würde irgendjemand einen Lauf nur für Männer vorschlagen, würde man in sofort lynchen). Das verstehe ich nicht. In so vielen Punkten wird das weibliche Geschlecht gefördert - was natürlich gut ist - ,aber wäre ich ein Mann würde ich mir manchmal denken: "Okay, wieso macht eigentlich niemand so etwas für uns?".
Feminismus ist eigentlich etwas so Gutes, doch wenn nur mehr diskutiert wird, ob man nun endlich "Leserinnen und Leser" sagen darf, dann wundert es mich nicht, wenn diese Bewegung spöttisch belächelt wird.
Zusammenfassend möchte ich noch sagen: Natürlich, Frauen sollten in der Realität gleich behandelt und es muss noch viel mehr auf diesem Gebiet getan werden, keine Frage. Aber setzt bitte nicht den Fokus dermaßen falsch an. Triumphiert nicht über ein groß geschriebenes "/In", wenn Millionen von Frauen immer noch verschleppt, versklavt und vergewaltigt werden.
Mir ist klar, wie ungewöhnlich meine Weltanschauung ist. Normalerweise sollte ich doch die Erste sein, die "Nieder mit dem patriarchalischem Paradigma!" brüllt (ha, Zitat aus einem meiner Lieblingsbücher "Eine wie Alaska" von John Green) und ich bin ja in gewisser Weise auch feministisch, aber... irgendwie auch nicht.
Ach, falls euch der Titel des Post nicht ganz klar ist: Ihr könnt mich hassen, ihr könnt mich lieben, dass einzige, was ich von euch will, ist Respekt. Solange ich das bekomme, kann mir alles andere egal sein. Denn Respekt ist das Zugeständnis, dass ich gleich viel wert bin wie ihr und genau danach sehnt sich wahrscheinlich jeder Mensch. Nicht besser, nicht schlecht, sondern gleich. Das Fragezeichen am Ende des Satzes, soll verdeutlichen, dass ich mir nicht sicher bin, wie man am besten Respekt zeigt. Indem man /In schreibt, statt /in? Vielleicht.
Für immer die eure
Muse
Als ich heute so nach Hause gegangen bin, dachte ich über ein Buch nach - welches ist gerade unwichtig -, in dessen Vorwort der Autor schrieb "Liebe Leser & Leserinnen, ich habe...". Während der warme Frühlingswind so durch meine Haare wehte, die strahlende Sonne auf mich herab schien, überlegte ich, ob das richtig war. Heißt es jetzt "Leser und Leserinnen" oder "Leserinnen und Leser"? Ich glaube letzteres.
Ich weiß, das ist eigentlich unwichtig, aber ich fragte mich, wieso wir alles gendern müssen. Ich fragte mich, ob es einen Unterschied macht, ob man Schüler/in oder Schüler/In sagt. Ich fragte mich, wieso bestimmte Leute den Fokus im Thema Frauenrechte dermaßen falsch anlegen. Natürlich, möglicherweise ist es ein Zeichen von Respekt wenn man "Schülerinnen und Schüler" sagt, nur dass sich für mich persönlich nun zwei Ungereimtheiten ergeben:
1. All die Frauenrechtlerinnen waren so verdammt stolz, als sie dies durchgesetzt haben, aber was bringt das Gendern eigentlich? Werden deswegen etwa weniger Mädchen in Kongo vergewaltigt? Bekommen Frauen nun gleich viel Lohn wie Männer? Werden wir aufgrund der Zuersterwähnung der weiblichen Form eines Nomens jetzt plötzlich nicht mehr diskriminiert? Nein. Nichts hat sich verändert.
Natürlich, die meisten Menschen schreien nach diesem Argument wohl "Ja, das war halt aus Prinzip!" Oh ja, das Prinzip. Welch glanzvolle Entschuldigung. Gibt man nicht "aus Prinzip" nie den Kriegsschauplatz auf, sodass tausende von Soldaten dadurch immer wieder geopfert werden? (Ja, das war eine Anspielung auf den Stalingrad im zweiten Weltkrieg^^). Prinzipien sind wichtig, ja, essentiell sogar, aber manchmal doch recht unverständlich.
Wirklich, ich verstehe diejenigen, die meinen, das Prinzip sei eine gute Rechtfertigung. Das Gendern ist in gewisser Weise sicher ein Schritt in die richtige Richtung, aber eigentlich nur theoretisch. Praktisch werden Frauen immer noch ungerecht behandelt und dann frage ich mich, was sich das eigentlich dann bringt.
2. Wir sind alle gleich. Von diesem Satz gehen wir doch aus, nicht wahr? Wir alle sind Menschen, deshalb sollte auch jeder die gleichen Chancen haben. So weit, so gut (oder utopisch...).
Meine persönliche Meinung: Früher wollten die Frauen einfach nur Gleichberechtigung, weil alle auf ihnen rumgetrampelt sind, sie einen Dreck wert waren und niemand sich um sie geschert hat. Wir brauchten Jahrhunderte um das zu ändern, doch wir haben es erreicht, Gott sei Dank.
Nur heute wollen die Frauen mehr. Mit welchem Grund wird die weibliche Form (Leserinnen und Leser, um bei diesem Beispiel zu bleiben) zuerst genannt? Wenn wir von dem unbestreitbaren Grundsatz ausgehen, dass Männer und Frauen gleich sind, warum dürfen nun Frauen zuerst genannt werden? Warum gibt es einen Frauenlauf und keinen Männerlauf? (Weil man die Frauen in dieser männerdominierten Gesellschaft fördern will, schon klar. Aber würde irgendjemand einen Lauf nur für Männer vorschlagen, würde man in sofort lynchen). Das verstehe ich nicht. In so vielen Punkten wird das weibliche Geschlecht gefördert - was natürlich gut ist - ,aber wäre ich ein Mann würde ich mir manchmal denken: "Okay, wieso macht eigentlich niemand so etwas für uns?".
Feminismus ist eigentlich etwas so Gutes, doch wenn nur mehr diskutiert wird, ob man nun endlich "Leserinnen und Leser" sagen darf, dann wundert es mich nicht, wenn diese Bewegung spöttisch belächelt wird.
Zusammenfassend möchte ich noch sagen: Natürlich, Frauen sollten in der Realität gleich behandelt und es muss noch viel mehr auf diesem Gebiet getan werden, keine Frage. Aber setzt bitte nicht den Fokus dermaßen falsch an. Triumphiert nicht über ein groß geschriebenes "/In", wenn Millionen von Frauen immer noch verschleppt, versklavt und vergewaltigt werden.
Mir ist klar, wie ungewöhnlich meine Weltanschauung ist. Normalerweise sollte ich doch die Erste sein, die "Nieder mit dem patriarchalischem Paradigma!" brüllt (ha, Zitat aus einem meiner Lieblingsbücher "Eine wie Alaska" von John Green) und ich bin ja in gewisser Weise auch feministisch, aber... irgendwie auch nicht.
Ach, falls euch der Titel des Post nicht ganz klar ist: Ihr könnt mich hassen, ihr könnt mich lieben, dass einzige, was ich von euch will, ist Respekt. Solange ich das bekomme, kann mir alles andere egal sein. Denn Respekt ist das Zugeständnis, dass ich gleich viel wert bin wie ihr und genau danach sehnt sich wahrscheinlich jeder Mensch. Nicht besser, nicht schlecht, sondern gleich. Das Fragezeichen am Ende des Satzes, soll verdeutlichen, dass ich mir nicht sicher bin, wie man am besten Respekt zeigt. Indem man /In schreibt, statt /in? Vielleicht.
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