Donnerstag, 31. März 2011

Big brother is watching you...

Hey Leute! Hab gerade eine bemerkenswerte Erhöhung meiner Leser registriert ( 3x mehr als vorher! Na, wer kann das noch behaupten?! xD), was mich irgendwie total gefreut hat. Hm, komisch, ich dachte immer, ich ende als talentlose Bloggerin, deren Einträge höchstens zwei Menschen pro Jahr lesen.
Deshalb ist es - wie ich finde - mal wieder Zeit für einen Post, da ich in den letzten Tag/Wochen *räusper* sehr faul, aber auch beschäftigt war.
Ich lese gerade 1984 von George Orwell - und "Eine wie Alaska" auf Englisch, was übrigens auch ein gutes Buch ist - , da ich absolut süchtig nach Klassikern/Literatur bin. Und mal ehrlich: Wer kennt denn bitte den berühmten Spruch "Big brother is watching you.." nicht?! Eben. Es ist mir zu müßig, euch den gesamten Inhalt zu erklären, aber grob gesagt geht es um die Vorstellung eines totalitären Überwachungssystems im Jahre 1984 (das Buch wurde 1948 geschrieben), in dem niemand persönlich frei ist. Allerdings thematisiert es auch unter anderem, wie leicht die Lüge zur Wahrheit werden kann, was mir besonders gut gefallen hat.
Die Geschichte hat mich, obwohl ich sie noch nicht einmal zu Ende gelesen habe, zum Nachdenken gebracht. Die schon so oft gestellten Fragen beschäftigten mich. Ist der Schutz der Menschen wichtiger als die Privatsphäre des Einzelnen? Darf der Staat seine Bürger total kontrollieren, auch wenn es "für das Land ist"? & schafft man es mit kompletter Überwachung sämtliche Kriminalität auszumerzen? Oder ist der Mensch doch geschickter, bösartiger als gedacht?
Es ist so schwierig eine Antwort zu finden. Einerseits sehnen sich die Leute nach Schutz und Geborgenheit, andererseits wäre mir beispielsweise eine Kamera gegenüber von meinem Haus unangenehm. Vor allem glaube ich nicht, dass mit großzügigem Kameraeinsatz das Problem der Kriminalität gelöst werden kann (ich weiß, in 1984 geht eher um (Rede/Gedanken)-Freiheit, aber Überwachung kommt auch darin vor und meine Gedanken springen so hin und her, dass am Ende mein Text überhaupt nichts mehr mit dem eigentlichen Thema zu tun hat. Tut mir Leid^^). Denn ich bin der Ansicht, dass der Mensch cleverer - und ja, auch schlechter - ist, als manch einer vermutet. Sollte der vermeintlich zivilisierte Homo sapiens ein scheinbar wichtiges Ziel verfolgen, ist ihm jedes Mittel recht, es zu erreichen. Da haltet ihn eine kleine Kamera nicht davon ab. Vielleicht kann sie als Abschreckung dienen, doch wer glaubt, mit "perfekter" Überwachung (sorry wegen der Anführungszeichen, aber es widert mich an, ein so positiv besetztes Adjektiv  für die Vernichtung von sämtlicher Privatsphäre zu verwenden) würde es gelingen, die Kriminalität ein für alle mal auszumerzen, der irrt nicht nur , sondern ist auch schrecklich naiv.
"Lügen, die wir glauben, werden zu Wahrheiten, mit denen wir leben", hat einmal ein berühmter Mann gesagt. Auch dieses Thema wird in 1984 erwähnt. Der Protagonist des Buches hat nämlich die Aufgabe falsche Vorhersagen des "Großen Bruders" aus alten Zeitungen zu entfernen und sie richtig zu stellen (d.h sie so zu schreiben, dass es aussieht, als hätte der Große Bruder von Anfang Recht gehabt), damit die Glaubhaftigkeit zu diesem gefestigt wird. Beispielsweise wird im Mai 1983 für die Schuhproduktion eine Steigerung von 140.000 - laut dem Großen Bruder - erwartet. Tatsächlich sind es nur, ach keine Ahnung, 100.000. Also "löscht" der Hauptcharakter jenen Teil der Zeitung und schreibt, der Große Bruder erwartet für 1984 eine Steigerung von 100.000.
Das ist... unglaublich faszinierend. Wenn du eine Lüge verbreitest und sämtliche Gegengbeweise vernichtest, entwickelt sie sich über Generationen hinweg zur Wirklichkeit. Natürlich, streng genommen bleibt sie eine Lüge, doch für die Leute, die davon überzeugt sind, wird sie zur Wahrheit. Und das ist zugleich erschreckend, aber auch interessant. Die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verwischen, verschwimmen geradezu. Du fälscht die Wirklichkeit. Klingt das nicht fantastisch?
Würde ich bespielsweise schreiben, ich liebe reiten (ich hasse es!) und habe deshalb ein eigenes Pferd (haha!), würde es für euch irgendwann - auch wenn ich schon lange nicht mehr blogge - zur Wahrheit werden. (Natürlich, ist es auch eine Glaubenssache, aber wieso solltet ihr mir misstrauen?) Vielleicht hättet ihr euch dann Jahre später an mich zurück erinnert und gelächelt, weil ihr euch ein großes, braunhaariges Mädchen auf einem Pferd vorstellt (oder dickes, blondes , ich weiß nicht, wie ich in euren Gedanken aussehe). Nur, dass ich in Wirklichkeit nie ein Pferd besessen habe. Für euch also wäre es die Wahrheit, für mich eine Lüge.
Versteht ihr, was ich meine? Wir schnappen tausende von Lügen auf, tagtäglich, glauben sie und verbreiten sie gedankenlos weiter. Ohne es zu wissen fälschen wir die Realität für denjenigen, dem wir sie erzählen. Öfters verwechselt auch der ach so kluge Mensch Spekulation mit Wahrheit, was extrem töricht ist, und in dessen Folge auch viele Lügen entstehen. Manchmal geht es nur um Kleinigkeiten, manchmal können die Auswirkungen verheerend sein...Faszinierend.
Wie gesagt, ich habe das Buch noch nicht fertig, weshalb ich mir auch nicht sicher sein kann, dass die oben genannten Gedankenspielereien wirklich zum Roman "1984" passen, aber ich hoffe es zumindest.
Verzeiht mir, wenn ich etwas verwirrt klinge und der komplette Post überhaupt schwachsinniger Mist ist, aber ich habe die letzten Nächte kaum geschlafen und bin deswegen sehr übermüdet. Und komisch. Obwohl, ich habe das Gefühl, so bin ich öfters... :)
Für immer die eure
Muse

Samstag, 12. März 2011

We pray for you

Ich weiß, wir denken alle an sie. Die einen nur zaghaft, wenige Sekunden, voller Distanz, die anderen die meiste Zeit über, mit Mitgefühl in den Augen und Sorge in den Gedanken.
Der Mensch ist nicht geschaffen für Katastrophen, natürlich nicht. Sie versetzen uns in Panik, bringen uns dazu unüberlegt zu handeln. Man sagt, Japan sei für diesen Fall, für Erdbeben, eines der am besten ausgerüsteten Länder, doch was nützt das noch, wenn eventuell ein Reaktor explodiert? Das ist vielleicht auch noch eine weitere, schreckliche Eigenschaft der Katastrophe: Diese Unberechenbarkeit. Es kann alles passieren.
Seit ich von dem Erdbeben erfahren habe, ist meine Stimmung merklich schlechter. Ich will nicht behaupten, dass ich weinend vor dem Fernseher sitze und mir zitternd die Nachrichten anschaue, doch irgendwas hat sich verändert. Das Unglück, die Hunderte von Toten, alles in Schutt und Asche.... schwierig, daran nicht zu denken. Sie tun mir so entsetzlich Leid. Die ganze Welt bangt, hofft, trauert.... Facebookseiten voll von "Japan, wir beten für dich".
Merkwürdig, dass der sonst so egoistische Mensch zu einem derartigen Mitgefühl für eigentlich vollkommen "fremde" Leute fähig ist. Das finde ich schön. Wir könnten uns auch umdrehen, die Augen verschließen und dieses Land  ignorieren,denn dann wir müssten uns nicht damit beschäftigen. Doch seltsamerweise ist es keinem wirklich egal.
Wie ich hörte, kommt so ein "Superbeben" alle 10 bis 20 Jahre vor und möglicherweise erinnert sich in dieser Zeit auch keiner mehr daran (obwohl ich das nicht glaube). Für mich jedenfalls ist es die beinahe erste Katastrophe (nein, ich habe die Tsunamiwelle & Haiti nicht vergessen, aber bei dem technisierten Japan konnte man alles schreckliche fast live miterleben) und ich bin dementsprechend schockiert.
Ich hoffe wirklich, dass es nicht noch zu weiteren derartigen Schäden kommt, dass das Sterben ein Ende hat.
Vielleicht hilft das nicht viel, aber, Japan, ich bete für dich.^^
Für immer die eure
Muse

Dienstag, 1. März 2011

Die Kunst des Dichtens & meine (zukünftigen) Süchte

"Verschont mich
mit euren Psycho-Etiketten
ich bin nicht schizophrener als andere"

Klingt das nicht traumhaft? Klingt das nicht wunderschön? Natürlich, die unter euch wenig lyrisch Angehauchten (keine Ahnung wie man das schreibt!), werden für diese wenigen Verse kaum Verständnis, geschweige denn Entzückung aufbringen, doch ich finde diese Sätze absolut einzigartig. Ja, wie ihr vielleicht an der Überschrift und meiner unglaublich passenden Einleitung gemerkt habt, dreht sich in diesem Post alles um Gedichte (mehr oder weniger zumindest, man weiß schließlich nie, in welche haarsträubende Richtung ich versehentlich abweiche).
Damit mich nicht eines Tages ein überarbeiteter Anwalt verklagen kann, sollte ich eventuell hier die Quelle der obrigen Sätze angeben: "Crank" von Ellen Hopkins. (Na, habt ihr das alle gelesen?! Jetzt kann mich niemand mehr in 20 Jahren wegen Plagiat auf 5 Millionen verklagen! Ha!) Wirklich gut geschrieben. Und falls ihr euch wundert: Ja, ich kann von den meisten meiner Lieblingssbüchern wenige Sätze auswendig und nein, ich habe nicht zu viel Zeit. Nur ein Problem mit meiner Sucht nach Literatur^^.
Der Roman ist komplett in freien Versen geschrieben, sprich, die Geschichte wird praktisch in "Gedichten" (ungereimt natürlich! Ist ja keine trockene, alte Ballade) erzählt, was eine verdammt fantastische Idee ist. Jede Seite ist ein kleines Kunstwerk, der Roman strotzt nur so von - undurchschaubaren - Metaphern, bei denen man dennoch genau weiß, worum es gerade geht.
Es handelt von einem 17-jähriges Mädchen, das, nachdem sie ihren geschiedenen Vater besucht hat, drogenabhängig wird und eines Tages unter Kokaineinfluss von jemandem vergewaltigt und schwanger wird. (Ich weiß, dieses Buch quillt geradezu vor glückstrunkenen Optimismus über). Die Autorin verarbeitet darin die Erlebnisse ihrer Tochter, was im Vorwort erwähnt ist und ich irgendwie schockierend fand.Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, welche Droge es ist, aber möglicherweise Koks...? Ich war so begeistert von diesen freien Versen, dass ich - ungelogen - dachte: "Wow, ich liebe dieses Buch! Sollte ich jemals von einem Rauschmittel o.ä abhängig werden, dann bitte dieses!" Natürlich erscheint mir das relativ unwahrscheinlich, da die Folgen von Heroin & Co. ziemlich heftig sind (u.a. der Tod), deshalb habe ich das auch nicht vor. Eigentlich hat Ellen Hopkins das genaue Gegenteil (nämlich dass wir uns davon fernhalten sollen) beabsichtigt, aber was kann ich dazu sagen? Ich bin eben komisch. Jedenfalls ist diese Geschichte absolut empfehlenswert und ich hoffe, die Frau kriegt noch einen Preis für das. Verdient hätte sie es.
Gedichte sind schön. Ja, das ist weder neu, noch besonders ausdrucksstark, aber ich wollte mal diese Tatsache erwähnen, da es den meisten (jungen) Menschen offensichtlich nicht mehr bewusst ist. Sie können dich berühren, dir etwas klar machen, ohne es laut auszusprechen. Vielleicht liebe ich das am meisten: Die zahlreichen Metaphern, bei denen dir selbst überlassen ist, wie du sie deutest. Wahrscheinlich sagen deine Sichtweisen, deine Interpretationen davon letzten Endes mehr über dich aus, als über den Dichter selbst. Prosatexte bleiben immer noch meine Leidenschaft, aber die Lyrik deswegen komplett zu ignorieren? Wie unsinnig! Wie eines klugen Schriftstellers unwürdig! (Hm, diese Satzkonstruktion klingt ein wenig altmodisch. Oh mann, ich sollte mehr ausgehen, die Klassiker des 19. Jahrhunderts tun mir irgendwie nicht gut!) Ja, das ist praktisch ein Geständnis: Ich schreibe hin und wieder Gedichte. Wenn es mich gerade überfällt, wenn ein Stift und ein Blatt Papier in greifbarerNähe sind, wenn mein Roman mal einen Tag zum Pausieren braucht. Ihr wollt eins von mir lesen? Ja? (Haha, vermutlich habt ihr gerade "nein" gedacht, aber das ist jetzt egal, ihr kommt trotzdem in den -zweifelhaften- Geuss) Gut, hier habt ihr sogar zwei:

"Spuren im Schnee
kalt, glitzernd
schön
erschaffen für den Moment
gedacht für die Ewigkeit
ein Windstoß
lässt sie halb verschwinden
macht sie kälter

führen ins Nichts
an den Rand einer Klippe
verblassen zaghaft
in ihrer Schönheit
und sind letzten Endes
doch nur eine Illusion"

@Muse 31.12.2010 01:24 (hab das gerade aus einem Forum kopiert, in dem ich das mal online gestellt habe, deswegen das Copyright. & nein ich bin nicht leicht paranoid!)

"hauch mir einen Kuss auf die Wange
vergöttere mich
wozu du erschaffen bist
streich mir über die Lippen
zersaue mein Haar
berühre mein Schlüsselbein
vielleicht doch nur der Wind?

seltsam blass
erscheinst du vor mir
erschöpft in deiner Präsenz
beschütze mich
doch du kannst es nicht
weil du
zu schwach bist?

erkenne
was du wirklich bist
ein Traum?
eine Hoffnung?
entschwebst meinen Augen
für immer hinfort
der Wunsch bleibt unerfüllt
liebe mich."

© Muse 1.1.2011 18:16
 
Fürs erste: Das sind nicht meine besten Gedichte. Die wirklich "guten" enstanden aus Emotionen. Meinen Emotionen. Deshalb werde ich sie nicht ins Internet stellen, wo jeder Idiot sie lesen kann. Diese zwei hier hingegen sind für mich praktisch bedeutungslos. Kurz die Augen geschlossen, Verse schweben durch meinen Kopf und schon sind die Gedichte da, präsent in matten, schwarzen Buchstaben. Ich mag sie, und ich finde sie wirklich nicht schlecht. Ich schreibe jetzt absichtlich keine Interpretation hin, da ich das gerne euch überlassen möchte xD. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr euch ja einmal ein paar Gedanken dazu machen.
Für immer die eure....
Muse

Dienstag, 8. Februar 2011

Liebster Blog-Award

Tahdaaaaa...... *trommelwirbel bitte* der Blog-Award!


Die bezaubernde Bell Carmen (http://bellcarmens.blogspot.com/2011/02/liebster-blog-award.html) hat mir tatsächlich einen - wie ich meine - hübschen Blogaward geschenkt, wofür ich mich ein weiteres Mal bei ihr bedanken muss ;). Ha, wer hätte das gedacht? =)
Da ich leider eine extrem faule Leserin bin, was Blogs anbelangt und ich deshalb nicht einmal einen Bruchteil davon kenne, kann ich ihn nur einer Person weitergeben:
http://dubesiegstmichnicht.blogspot.com/-> Wow, du bist echt... unglaublich xD
Für immer die eure.....
Muse

Die Regeln:

•  Erstelle einen Post, indem du das Liebster-Blog-Bild postest & die Anleitung reinkopierst ( der Text den du gerade liest).

• Außerdem solltest du zum Blog der Person verlinken, die dir den Award verliehen hat & sie per Kommentar in ihrem Blog informieren, dass du den Award annimmst & ihr den Link deines Award Posts da lassen.

• 
Danach überlegst du dir 3- 5 Lieblingsblogs, die du ebenfalls in deinem Post verlinkst & die Besitzer jeweils per Kommentarfunktion informierst, dass sieauserwählt wurden und hier ebenfalls den Link des Posts angibst, in dem die Erklärung steht.

Donnerstag, 3. Februar 2011

Aktion, Reaktion & das Leben an sich

Hallo meine lieben, zahlreichen Leser! (haha, kleiner Scherz am Rande. Drei sinds an der Zahl, doch ich als gnadenlose Optimistin - Lüge, ich bin nicht immer Optimistin, aber der Ausdruck passt hier so gut rein-  empfinde das nicht als ärgerlich, sondern eher als.... witzig. Irgendwie ironisch, dass ich mich leidenschaftlich meinem Blog hingebe, den nur Wenige anschauen, geschweige denn lesen xD).
Wir haben vor kurzem  im Deutschunterricht (ach.... welch wunderbares Fach das doch ist!) etwas durchgenommen, was mich mehr oder minder ziemlich beschäftigt hat. Unsere Professorin erklärte uns, dass man die gesamte Geschichte einer Fabel in vier Teile gliedern kann (bis dahin war ich eigtl. nur mäßig an diesem Thema interessiert^^): Situation -> Aktion -> Reaktion -> Ergebnis/Moral.
Sprich, die Charaktere befinden sich in einer Situation, in der einer davon auf eine bestimmte Art und Weise handelt, worauf der zweite reagiert und man letzten Endes eine Moral der Geschichte hat, die einen dazu anhält sich diversen schlechten Eigenschaften zu entsagen (z.B Hochmut, Neid, Faulheit... ihr wisst das ja alles - dieser ganze Mist halt).
Zuerst fragte ich mich, in welchen Lebenslagen ich ein derartiges Wissen über FABELN benötigen würde und warum ich gleich nochmal Deutsch liebe, bis mir aufgefallen ist, dass man diesen Aktion-Reaktion Teil auch auf das reale Leben übertragen kann. (was mich dann unglaublich fasziniert hat & wovon ich in Gedanken immer noch nicht loskomme)
Ist es nicht immer dasselbe? Unser ganzes Leben besteht doch nur aus unzähligen entsprechenden Reaktionen auf die Handlungen unserer Mitmenschen. Wie wir fühlen, wie wir denken.... alles wird von den Leuten, mit denen wir uns umgeben beeinflusst. Natürlich, die Situation und der Charakter selbst sind ausschlaggebend, wie wir letzten Endes unser Dasein verbringen, aber andere Personen sind zumindest sehr daran beteiligt, nicht wahr?
Eigentlich paradox. Der Mensch strebt doch immer nach absoluter Freiheit, aber wir kann er frei sein, wenn er an so viele persönliche Beziehungen und Gefühle zu seinen Mitmenschen gebunden ist? Die sein Handeln, seine gesprochenen Worte, ja eigentlich alles unwissentlich kontrollieren? (Nein, ich denke mir das nicht alles aus, das stimmt wirklich! Seht mal unter "Sozialpsychologie" - interessantes Theman, übrigens - in Wikipedia nach,dort steht einer dieser Grundsätze, worauf ich meine Gedanken stütze)
Ist es nicht irgenwie.... ehrfurchtgebietend, welch eine Macht, die Leute haben, die mit uns das Klassenzimmer, das Haus oder die Freizeit teilen?
Warum eigentlich? Wieso ist der Mensch so konzipiert? (Natürlich, genauso gut könnte ich auch fragen, weshalb man Emotionen hat, klar. Aber das schwirrt mir so im Kopf herum.... tut mir Leid, wenn es für euch lächerlich klingt) Ich bin deswegen ein wenig überrascht (okay, vlt. das falsche Wort, aber für diesen Gefühlsausdruck gibt es kein richtiges), da es doch für das Lebewesen der wichtigste, über alles stehende Instinkt ist zu (Über-)Leben. Wieso sollte die Natur ausgerechnet den Menschen so geformt haben, dass sein gesamtes Bewusstsein mitunter von der Gemeinschaft, in der er ist, abhängt? Wäre es nicht viel erfolgsbringender für den Selbsterhaltungstrieb, wenn er überhaupt nicht beeinflussbar wäre, in jedem Zusammenhang? (Unrealistisch, ich weiß, aber WARUM??)
Das Verhalten, das Bewusstsein und unser Handeln sind derartig komplex, dass ich es mir natürlich nicht anmaßen will, sie zur Gänze in meinem Blog zu erörtern, aber....das hat mich irgendwie beschäftigt. Ich glaube, dieses Thema hat geradezu geschrieen, dass ich mich damit befasse.... (Ach, liebt ihr nicht auch, solche komplizierten Gedankengänge? Haha, vermutlich nicht. Mann, ich bin schon komisch)
Vielleicht schreibe ich nächstes Mal einen mehr oder weniger fröhlicheren/normaleren Post über alltägliche Dinge. Obwohl, das würde dann so gar nicht nach mir klingen. Hm, ich ändere mich anscheinend nie xD
Für immer die eure....
Muse

Montag, 24. Januar 2011

Über mich...

Okay, das ist schon mein.. hm... sechster Blogeintrag und bis jetzt habe ich es noch nicht geschafft, mich vorzustellen. Zuerst wollte ich das gar nicht (der Gedanke von vollkommener - obwohl, was ist schon vollkommen?- Anonymität war einfach zu verlockend), doch vielleicht solltet ihr mal wissen, mit welcher schrägen, leicht zickigen Persönlichkeit ihr es zu tun habt.
Zuerst: Man kann hier sicher irgendwie einstellen, dass der Teil über den Blogautor (also Name, Alter usw.) in einem extra Fenster oder Abschnitt untergebracht ist, aber da ich von Technik und Computer nicht die geringste Ahnung habe und mir es eindeutig zu anstrengend ist, danach zu suchen, muss ich die sorgfältig ausgewählten Informationen über mich leider in einem Post schreiben, wo sie hoffentlich ein paar Leute lesen werden.
Wo fängt man eigentlich an, wenn man ein solch komplexes, charakterlich und emotional vielschichtiges Wesen, wie den Menschen, beschreiben will?
 Und wie kann man das noch möglichst objektiv tun?
Ha, kleiner Scherz am Rande xD. Letzteres ist natürlich unmöglich, da man nie die einzige, ungeschminkte, objektive Wahrheit erzählen kann.
Man kann nur die Wahrheit beschreiben, wie man sie erfahren hat.
Vielleicht sollte ich das gleich am Anfang sagen: Ich werde euch nie anlügen, denn es ist mir egal wie ich im Internet, vor wildfremden Personen dastehe. Ich lebe ganz gezielt nach dem Motto: "Hast du keine Feinde hast du keinen Charakter "(ich kenne so viele Zitate, aber ich habe keine Ahnung von wem sie sind... hach..) und rücke eigentlich immer mit dem heraus, was mir so im Kopf herumschwirrt.
 Manchmal freundlich und diplomatisch, manchmal nicht.
Aber alles, was ich schreibe ist total subjektiv, das ist euch doch hoffentlich klar, oder? Vor allem in Bezug auf mich selbst. Wenn ich euch erzähle, ich sei  eine verrückte, liebenswerte Zicke, die Probleme mit Autoritäten hat, dann muss das nicht unbedingt stimmen. Ich könnte genauso gut ein eiskaltes Miststück ohne Gewissen sein (wie nett.... ich stelle mich immer möglichst negativ dar, ist das nicht witzig? Sagt das nicht viel über meine Persönlichkeit aus?), allerdings versuche ich wirklich, mich so zu beschreiben wie ich bin und auf andere wirke.(und mir selbst nichts vorzumachen, siehe den Blogeintrag "Es war einmal ein Wolf" haha)
Ich bin 15 Jahre alt,wohne in einer Kleinstadt im deutschsprachigen Raum - okay, ich weiß, das ist logisch - und ihr könnt mich Muse nennen. (Hach, wie arrogant das klingt.... ihr müsst mich für ein ganz schönes Biest halten)
 Ich schreibe derzeit an meinem ersten Roman und er ist beinahe fertig, was ich - um ehrlich zu sein- selbst kaum glauben kann.
Ja, Literatur ist meine Leidenschaft, doch ich interessiere mich ebenso für Geschichte und Fremdsprachen, Musik und Mode. Ansonsten bin ich wohl ein ganz normaler Teenager, gehe aus, habe Spaß - ich erinnere mich gerade an Silvester....haha - und hänge mit meinen Freunden rum, die Gott sei Dank nichts von diesem Blog wissen, da sie mich wahrscheinlich auslachen würden. Natürlich ist das traurig, dass ein Mädchen mit 15 Jahren nicht öffentlich ihrer Passion nachgehen kann, doch wir leben in keiner perfekten Welt. Die Vorstellung von völliger Freiheit, sprich, alles tun zu können, was man will ohne schiefe Blicke zu ernten, ist absurd, wenn nicht sogar utopisch. Sicher, wir wünschen es uns alle und machen uns die Illusion, eines Tages könnte es so sein, doch die Chancen sind gänzlich unrealistisch. Zu sehr ist der Mensch voreingenommen und schreckt vor dem Anders-Sein (klar schreibt man das irgendwie ohne Bindestrich, aber momentan hat mein ungebremster Ideenfluss gegenüber der orthografischen Korrektheit Vorrang, weshalb ich mich kaum bemühen werde, das im Internet nachzusehen.) und dem Anders-Handeln (ja wohl, hier schon wieder!) zurück.
Wie ihr oben sehen könnt,schweife ich liebend gerne ab und schreibe endlos lange Sätze, die einen irgendwann nerven, weil sie nicht mehr literarisch schön, sondern nur noch anstrengend sind.
Ich versuche die Welt möglichst realistisch zu sehen, obwohl das sehr schwer ist. Zu sehr wird man von Medien, Freunden und Erziehung beeinflusst. Aber ich gebe mein Bestes. (wunderbar, ein kurzer Satz!)
Ich gebe zu: Ich gehe oft shoppen, was eigentlich extrem dämlich ist, da ich unsere konsumorientierte Gesellschaft manchmal schlichtweg nicht leiden kann. Ich habe keine Erklärung für dieses Hobby (Hobby! Das ist lächerlich! Dinge/Klamotten zu kaufen, ist doch keine Freizeitbeschäftigung!), aber öfters bin ich ein einziges Paradoxon.
Ehrlich, viele meiner Handlungen würden sich mit einer gespaltenen Persönlichkeit erklären lassen.
Natürlich könnte ich hier auch eine Liste meiner Lieblingsbücher, -filme, -songs usw. hin schreiben, doch 1. will ich eure Meinung über mich nicht durch irgendwelche meiner Abneigungen bzw. Vorlieben beeinflussen & 2. (der noch viel wichtigere Grund) würdet ihr so ein Stück über meine Persönlichkeit erfahren und das will ich ehrlich gesagt nicht. Vor allem wegen der Anonymität (ich weiß, warum schreibe ich einen Blog, wenn ich meine Privatsphäre schützen will? Keine Ahnung), aber vielleicht habe ich auch einfach das Gefühl, wenn ich zu viel von mir preisgebe, mache ich mich verletzlich und angreifbar.(Ich liebe solche Diagnosen zu stellen... die menschliche Psyche ist dermaßen faszinierend und komplex... hach)
Ich weiß es nicht. Letzten Endes ist es eigentlich auch egal, denn wenn ich mir den Eintrag so hier durchlese, habt ihr nicht viel über mich erfahren, bis auf vielleicht einen weiteren Beweis, dass ich manchmal leicht verhaltensgestört/merkwürdig agiere.Naja, fuck it. (ist dieser pseudo-coole Ausdruck nicht wahnsinn?)
Für immer die eure....
Muse

Samstag, 15. Januar 2011

Es war einmal ein Wolf....

Zugegeben, auch ich bin jetzt ins Blog lesen verfallen. Und einer davon, ist "Bellcarmens" Blog.
Warum ich euch mit diesen Informationen beglücke? Keine Angst, hat einen ganz rationalen Grund, der die perfekte Überleitung auf das heutige Thema ist (Wunderbar - ich klinge wie eine Talkshowmasterin!^^ Aber ich meins echt ernst xD). In ihrem letzten Post standen einige Gedankenfetzen der Autorin - hübsche Idee, übrigens - und da war auch ein Satz, der mich besonders fasziniert hat:
 "Wer hat denn Angst vor Virginia Woolf?"
Für die Nichtwissenden unter euch: Das ist der Titel eines Theaterstückes, das natürlich u.a eine Parodie auf der allseits beliebten Kinder-Frage ist: "Wer hat Angst vor dem großen, bösen Wolf?" (sicher kommt euch das aus euren jungen Tagen bekannt vor, nicht wahr?)
Anscheinend stand diese Parodie auf einem Badezimmerspiegel in einer Bar mit Seife geschmiert und ging dem zukünftigen Verfasser des Theaterstückes einfach nicht mehr aus dem Kopf.
Für die literarisch nicht sonderlich Interessierten, hier noch eine kleine Zusatzinfo: Virginia Woolf war eine britische Schriftstellerin (einzuordnen im 19. /20. Jahrhundert), die eine absolutes Genie auf diesem Gebiet war und deren Werke zu den Klassiker zählen.
Jedoch möchte ich mich hier nicht weiter mit dem Theaterstück, Virginia Woolf oder ihren Werken auseinandersetzen, nein viel mehr fasziniert mich die eigentliche Aussage des Titels: "Wer hat Angst vor einem Leben ohne Illusionen?"
 (Nein, ich erfinde das nicht, das ist wirklich die eigentliche Aussage. Wenn ihr mir nicht glaubt, seht doch unter Wikipedia nach!)
Diese Frage ging mir nicht aus dem Kopf.
Im Grunde belügen wir uns selbst, ständig sogar. Ein wesentlicher Grundzug eines Menschen ist laut Sozialpsychologie, dass er sich seine eigene Realität konstruiert - sprich, sich eine Welt nach seinem Geschmack schafft, mit allerlei Illusionen. Ob er nur die kleinen Makel ausbessert, oder ob das komplette Leben zu einer Lüge wird, hängt von der Person selbst ab, doch dass dieser Charakterzug existiert, ist für mich persönlich absolut klar. Aber was würde nun passieren, wenn wir uns ab sofort nur mit der Realität befassen, egal wie grausam sie ist? Ich weiß, dass dies unmöglich ist, aber nehmen wir es einmal an.
Keine Lügen mehr an uns selbst, nur die nackte, ungeschminkte Wahrheit.
Ihr wacht morgens auf, eine Mathe-Schularbeit steht an, ihr wisst im Grunde, dass ihr viel zu wenig dafür gelernt habt, doch ihr redet euch ein, es würde reichen.
Euer Freund/Freundin bekommt permanent SMS und Anrufe von euch unbekannten Personen, ihr ahnt, dass er/sie vielleicht untreu sein könnte, doch euer Schatz würde euch doch niemals betrügen! Oder?
Und hier noch die krasseste, extreme Variante:
In Wahrheit wissen wir, dass wir alle eines Tages sterben werden. Mit Sicherheit. Vielleicht schon morgen früh? Ein Autounfall, ein Feuer? Ein Herzinfarkt, ein Schlaganfall? Es gibt so zahllose Möglichkeiten zu sterben, dass es unglaublich ist, dass wir nicht ständig daran denken.
Warum? Weil wir es verdrängen. Wir belügen uns, sagen uns, wie ewig Zeit wir doch hätten, all dies sei so weit entfernt..... Jede dritte Sekunde stirbt ein Mensch. Eigentlich ein unglaubliches Glück, dass wir das nicht sind.
Stellt euch nun vor, wir würden uns nichte eine eigene Realität konstruieren, in der unser mathematisches Wissen reicht,  der Freund treu ist und der Tod eine verschwommene, unwichtige Sache ist.
Ohne all dies.... wir würden durchdrehen. Wir kämen nicht mit der Wahrheit klar, allein die Frage, ob wir morgen vielleicht sterben, würde uns in den Wahnsinn treiben. Dieses ständige Konfrontieren mit grausamen Tatsachen... es würde an uns nagen, uns innerlich zerstören.
Ich könnte natürlich auch falsch liegen. Vielleicht wären wir irgendwann auch abgehärtet, schlichtweg emotional unverwundbar... gefühllos?
Ich weiß es nicht. Ich bin nur eine unwissende 15-Jährige, die sich mit Vorliebe einredet, sie könnte ihre zusammen gekritzelten Sätze "Manuskript" nennen, obwohl die Chancen, einen Verlag zu finden 90:1 stehen. Seht ihr? Würde ich mir diese Zahl ständig vor Augen halten, hätte mich der Mut schon längst verlassen. Doch so, schreibe ich weiter... hoffe ich weiter?
Was für eine  Ironie...
Für immer die eure...
Muse